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Prix2001
Prix 1987 - 2007

 
 
Veranstalter:
ORF Oberösterreich
 


ANERKENNUNG
The Perfect Storm
Stefen M. Fangmeier


Die Aufgabe, Regisseur Wolfgang Petersens Vision vom perfekten Sturm auf die Leinwand zu übertragen, erforderte eine nahtlose Integration sehr komplexer computergenerierter Bilder mit Blue-Screen-Aufnahmen, die die modernsten raktischen Effekttechniken insetzt. a die Geschichte es Films überwiegend auf einer wahren Begebenheit basiert, legte Wolfgang ganz besonderen Wert darauf, den Kinozuschauern eine möglichst realistische Darstellung eines schweren Seesturms zu bieten. Nachdem ich das Skript gelesen hatte, war mir sofort klar, dass alles, was nicht mit John Fraziers 1:1-Wassertankkonstruktion machbar wäre, durch vollständig computergenerierte Bilder dargestellt werden müsste. Ich war überhaupt nicht sicher, ob diese Arbeit rechtzeitig und in finanzierbarer Weise zu schaffen wäre, aber ich rechnete mir aus, dass wir am ehesten noch mit einem computergrafischen Ansatz die Chance hätten, Sequenzen zu drehen, bei denen ein Fischerboot durch 20, 25 und sogar 30 Meter hohe Wellen pflügt. Letztlich haben wir für das Projekt rund 340 Visual-Effects-Einstellungen gedreht, von denen mehr als nur ein paar zu den komplexesten gehören, die je im Studio gemacht wurden.

Entwicklung und Vorproduktion
Fotorealistisches Wasser darzustellen ist zweifellos eine der größten Herausforderungen im Bereich der Visual Effects, besonders dann, wenn ein tobender Orkan auf See dargestellt werden soll. Gemeinsam mit dem von Habib Zargarpour geleiteten Forschungs- und Entwicklungsteam versuchte ich, jene visuellen Details herauszufinden, die unbedingt dargestellt werden mussten, und die nötigen Techniken hierfür zu entwickeln. Im Lauf von sechs Monaten wurde neue Software für die Wasseroberfläche selbst sowie für die extrem komplexen Partikel-Simulationen geschrieben, die für die Modellierung von Gischt, Schaumkronen und Wasserspritzern etc. eingesetzt werden sollte.

Parallel zu der Entwicklungsarbeit arbeitete ich mit Wolfgang Petersen und dem Produktionsteam daran, die Hauptdreharbeiten vorzubereiten.

Post-Produktion
Neben der Vielzahl von CG-Wassertypen – von der ruhigen See bis zum tobenden Orkan –, die wir für den gesamten Film benötigten, konstruierten wir hochdetaillierte CG-Modelle des Fischerbootes Andrea Gail, des Segelbootes Mistral, des Kutters der Küstenwache, eines Tankers, eines Containerschiffs, des Rettungshubschraubers und des Tankflugzeuges. Mit Ausnahme des Tankers und des Containerschiffes wurde für jedes Einzelne jeweils ein vollständiger Satz von Stunt-Doubles modelliert. Diese Doubles erlaubten uns, Handlungsverläufe fortzusetzen, die in Nahaufnahmen angedeutet worden waren, Nonvisual-Effects-Einstellungen zu drehen und in einigen Fällen spezielle Handlungsverläufe zu zeigen, die man, weil sie einfach zu gefährlich gewesen wären, nicht am Set drehen konnte.