Do 5.9. – Mo 9. 9. 10:00 – 21:00 Uhr
Hauptplatz
Ein Souvenir ist meist ein simples Ding, mit dem wir ein meist komplexes Bild oder Gefühl eines vergangenen Erlebnisses verbinden – eine Erinnerung. In einem riesigen Schneekugel-Souvenir entstehen am Hauptplatz Erinnerungsbilder – seht sie euch an, hört rein oder lasst es gar schneien …
Wir sollen soviel als möglich aufnehmen, speichern und abrufen, um möglichst gut in unserer schnelllebigen Konsumgesellschaft zu funktionieren. Woran erinnern Souvenirs? ist das Angebot eines sanften Gegenpols, gewissermaßen die Einladung zu einem Gespräch zwischen Installation, den Besuchern und dem Platz.
Do 5.9. – Mo 9. 9. 10:00 – 21:00 Uhr
Hauptplatz
Station Rose (AT)
Station Rose, vor 25 Jahren von der bildenden Künstlerin Elisa Rose (AT) mit dem Musiker und Komponist Gary Danner (AT) als erste digitale öffentliche Adresse Wiens gegründet, hat 2013 das „Digital Quarter Century/DQC“ erreicht. DQC ist ihr aktuelles Projekt, um Kulturerbe aus dem künstlerischen Blickwinkel von Pionieren der digitalen Kultur zu speichern.
Mit DQC_ShelTeR schafft Station Rose eine bespielbare Installation, in der Elisa Rose und Gary Danner live in audiovisuellen Sessions performen – eine AV-Skulptur, ein digitales Archiv, ein Spielhaus für Erwachsene, um den Überblick über die Daten nicht zu verlieren. Das „Einschleifen“ von DQC-Daten trifft auf neue und für die Ars Electronica geschaffene AV-Kompositionen.
5.9. 14:00
6.9. 16:30
7.9. 13:00
8.9. 15:00, 22:00
9.9. 22:00
Do 5. 9. 12:00 – 24:00
Fr 6. – Mo 9. 9. 10:00 – 21:00
Tabakfabrik
MEGA e.V. – Museum of Electronic Games & Art (DE)
Medien sind Träger des kulturellen Gedächtnisses – auch das zum Leitmedium und einer prägenden Kulturtechnik gewordene elektronische Spiel, das etwa in den Kindheits- und Jugenderinnerungen unzähliger Menschen einen prominenten Platz einnimmt.
Mit Ludic Memento präsentiert MEGA e.V. in Form einer Ausstellung eine Zeitreise von den Anfängen des elektronischen Spiels bis in die Gegenwart. Sie verdeutlicht, wie wichtig es ist, Abspielsysteme zu konservieren, zu restaurieren und zu rekonstruieren, um dem digitalen Vergessen entgegenzuwirken.
Die Exponate lassen nach Belieben eine inhaltliche Vertiefung in die Technikgeschichte zu, indem sie das Spielerlebnis visuell, auditiv und haptisch prägen. Die Ausstellung schlägt eine neue Form der kulturellen Überlieferung vor und formuliert zusammen mit der Ausstellung Retro/per/spektiven den Anspruch, dass dies nicht mehr reine Angelegenheit angestammter Gedächtnisinstitutionen ist.
Tabakfabrik
Do 5. 9. 12:00 – 24:00
Fr 6. – Mo 9. 9. 10:00 – 21:00
Erika Jungreithmayr (AT), g.tec medical engineering (AT)
Reagiert unser Gehirn auf die Gesichtszüge Prominenter anders als auf unbekannte Gesichter? Dem gehen Erika Jungreithmayr und g.tec medical engineering nach, indem sie 50 BesucherInnen des Ars Electronica Center fotografiert und die Porträts in einer Datenbank angelegt haben.
Interessierte FestivalbesucherInnen können am zweiten Teil des Experiments mitwirken und sich die Gesichter zu Gemüte führen, während ein Brain-Computer-Interface ihre Gehirnströme misst und bildlich darstellt.
Ars Electronica Center, Level -3
Do 5.9. – Mo 9.9. 10:00 – 21:00
Die Ars Electronica würdigt HR Giger (CH), den Außenseiter im System Kunst und legendären Schöpfer der Biomechanik und des oscargekrönten Alien. Diese Verkörperung der Angst vor dem von außen eindringenden Grauen in Ridley Scotts Scifi-Filmklassiker führt seit 1980 ein Eigenleben in der Populärkultur und hat den unverwechselbaren Stil des 1940 geborenen Malers, Zeichners und Designers einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht.
Obzwar Teil der Avantgarde der 1960er-Jahre, ist Giger selbst in der Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts verwurzelt. In vielem ist er der klassischen Malerei verpflichtet und greift doch lieber zum Airbrush als zum althergebrachten Pinsel.
Als Erneuerer der Fantastischen Kunst schöpft Giger aus den Ängsten und Obsessionen seiner Kindheit, vor allem aus der Furcht vor einem globalen Atomkrieg und der Übervorteilung des Menschen durch den technischen Fortschritt. Besessen vom Kreislauf von Geburt, Eros und Tod verschmilzt der Künstler Technik, Mechanik und organischen Lebewesen zu verstörenden „Biomechanoiden“ und wird so zum Visionär des Cyborgs.
Die Ausstellung im LENTOS Kunstmuseum Linz zeichnet mit Gemälden, Zeichnungen, Filmen und Plastiken die Entwicklung von Gigers biomechanischem Stil nach. Ergänzt um Originalrequisiten, Entwürfe und die Alien-Diaries führt sie vom Necronom-Zyklus aus den 1970er-Jahren zu Alien und Prometheus, Gigers jüngster Gestaltungsleistung wiederum für einen Film von Ridley Scott.
Zu den Raritäten der Ausstellung zählen Gigers legendäre Alien-Diaries aus den Jahren 1978 und 1979. Erstmals liegen sie nun als Buch vor, das mit der Ausstellungsvernissage im LENTOS Kunstmuseum Linz in den Handel kommt und auch bei einer Signierstunde mit dem Künstler erhältlich ist.
Do 5. 9. 15:00
LENTOS Kunstmuseum Linz
Die Ausstellung CyberArts 2013 ist eines der Herzstücke des Ars Electronica Festival. Sie zeigt die beim Prix Ars Electronica 2013 prämiierten Arbeiten aus den Bereichen Hybrid Art, Interactive Art, Digital Musics & Sound Art sowie Computer Animation.
El Campo de Cebada (ES)
Golden Nica Digital Communities
Refugees United ist eine Non-Profit-Organisation, die Familien von Flüchtlingen ein globales, anonymes und userbetriebenes Such-System zur Verfügung stellt. Das macht es möglich, die Suche nach vermissten Angehörigen unabhängig von Dritten selbst in die Hand zu nehmen.
Visualizing Palestine (PS)
Award of Distinction Digital Communities
Visualizing Palestine setzt sich für soziale Gerechtigkeit und einen positiven Wandel in Palästina ein. Im Fokus stehen insbesondere das Versagen der am isrealisch-palästinensischen Konflikt beteiligten Organisationen, Kommunikationstools effektiv einzusetzen (und sich statt dessen auf trockene Berichte, Tabellen und primitive Grafiken zu beschränken) sowie das Unvermögen der Medien, unvoreingenommen zu berichten (und sich statt dessen einseitig auf die Hamas zu konzentrieren). Die DatenanalystInnen und MediendesignerInnen des Teams treten dem mit attraktiv und schlüssig aufbereiteten Daten entgegen.
Koen Vanmechelen (BE)
Golden Nica Hybrid Art
Vanmechelens seit 1999 laufende Untersuchung biokultureller Diversität und Identität verbindet Kunst, Wissenschaft und Ästhetik. Im Zuge des Cosmopolitan Chicken Project kreuzt der Künstler Hühnersorten verschiedener Länder – mit dem Ziel, ein kosmopolitisches Huhn zu schaffen, das Gene sämtlicher Hühnerarten der Welt in sich trägt.
Tania Candiani (MX)
Award of Distinction Hybrid Art
Die der Kultur des Hörens und den Technologien des Akustischen gewidmete Arbeit von Tania Candiani stützt sich auf Sprechmaschinen und Hörsysteme, die sie zu poetischen Aktionen mit Maschinen, Sprache, Kodifizierung und der Audiotextur des Erzählens einsetzt. Jede der Maschinen von Five Variations … thematisiert und erweitert eine bestimmte Vorstellung, die mit Apparaten, Instrumenten oder Technologien verbunden ist und unterzieht deren Klang- oder Lauteigenschaften einer Variation.
Phil Ross (US)
Award of Distinction Hybrid Art
Seit den frühen 1990er-Jahren experimentiert Phil Ross mit lebenden Pilzzellen, die er in Trägermedien wie Sägemehl einbringt. Innerhalb einer Woche verfestigt sich das Gemisch zu einer vielseitig verwendbaren gipsartigen Masse, mit der Ross bereits Möbel und ein Teehaus konstruiert hat. Seine Entwicklung empfiehlt sich nicht nur dank ihrer Eignung für vollständigen organischen Abbau als nachhaltige Alternative zu Werkstoffen auf Erdölbasis.
Louis-Philippe Demers (CA/SG)
Honorary Mention Hybrid Art
Einen Roboterarm aus einem kalten Präzisionswerkzeug in sensibles Instrument zu verwandeln und damit eine neue Form der intimen Berührung durch soziale Roboter zu schaffen, hat sich Louis-Philippe Demers vorgenommen. In seiner Installation tastet der mechatronische Arm Gesichter und Oberkörper von BesucherInnen ähnlich behutsam wie ein Blinder ab. Anschließend stellt ein Monitor dar, was der Roboter dabei „gesehen“ hat.
Thomas Feuerstein (AT)
Honorary Mentions Hybrid Art
Die prozessuale Skulptur Pancreas verwandelt Bücher in Zucker, der wiederum als Nahrung für menschliche Gehirnzellen dient. Geschredderte und in Wasser erweichte Buchseiten landen dabei in einem Biofermenter als künstlichem Darm, wo Bakterien die Zellulose zu Glukose zerlegen. Die wird nach ihrer Filterung und Reinigung an Gehirnzellen in einem Glasbehälter verfüttert. Dabei ist das künstliche Gehirn auf eine strenge Diät gesetzt: Seine ausschließliche Nahrung besteht mit der Phänomenologie des Geistes von Hegel aus einem Meilenstein der Philosophie.
Nicolas Bernier (CA)
Golden Nica Digital Musics & Sound Art
frequencies (a) ist eine mit Licht kombinierte Klangperformance, die digitale Klängen mit den klaren
Tönen von Stimmgabeln verbindet. Mittels computergesteuerter Magnetventile löst Bernier präzise Schläge auf die Stimmgabeln aus. Synchron dazu pulsieren gleißende Lichter, der Raum füllt sich mit einer Komposition aus Licht und Ton.
Chris Carlson (US)
Award of Distinction Digital Musics & Sound Art
Borderlands Granular ist ein neues Musikinstrument, das die Erforschung, Berührung und Veränderung von Klängen mittels Granularsynthese ermöglicht – einer Technik, die durch die Schichtung bzw. Überlappung von sehr kurzen „Soundschnipseln“ oder „Grains“ (Körnern) komplexe, sich dynamisch verändernde Klangfarben und -strukturen erzeugt. Die Software unterstützt flexible Improvisationen in Echtzeit und erlaubt es den AnwenderInnen – die als OrganisatorInnen von Klängen verstanden werden – sich auch ohne besondere Vorkenntnisse direkt mit Klangmaterial auseinandersetzen können.
SjQ++ (JP)
Award of Distinction Digital Musics & Sound Art
Mithilfe dieses audiovisuellen Werkzeugs können mehrere SpielerInnen gleichzeitig Musik in Echtzeit komponieren. Mit ihren Interaktionen schaffen die Beteiligten Sounddaten, die wiederum visualisiert werden und das Verhalten der einzelnen SpielerInnen darstellen.
Das Publikum erlebt die Performance als untrennbares Ineinanderwirken von Klängen und visuellen Elementen. Die Klänge und Bilder werden nicht nur perfekt synchronisiert, sondern beeinflussen und verändern einander auch wechselseitig.
Michel Décosterd (CH), André Décosterd (CH)
Golden Nica Interactive Art
Pendulum Choir ist ein Chorstück für neun A-Capella-Stimmen und 18 hydraulische Zylinder. Die SängerInnen stehen im Kampf bzw. Spiel mit der Schwerkraft auf Kipppodesten, die zusammen einen lebenden Klangkörper bilden. Dieser nimmt verschiedene physische Zustände an, die wiederum seine Klangverhalten beeinflussen – abstrakt, repetitiv, lyrisch oder narrativ. Die Ausdrucksformen reichen von subtilen vokalen Polyphonien und lyrische Höhenflüge hin zu obsessiven düsteren Ritualen.
Masaki Fujihata (JP)
Award of Distinction Interactive Art
Am Anfang steht ein Fahrrad mit GPS-Logger und einer Videokamera, auf dem die Mitwirkenden eine speziell für das Projekt vorbereitete Strecke – den sogenannten „shouting circuit“ – absolvieren und gebeten sind, sich währenddessen die Seele aus dem Leib zu schreien. Als Sammlung dieser Fahrwege und Schreie ist Voices of Aliveness eine kollektive Stimmenskulptur, die im Cyberspace in Form eines Rings wiedergegeben wird.
rAndom International (GB)
Award of Distinction Interactive Art
Rain Room ist ein 100 m2 großes Feld aus herabstürzendem Wasser. Der sorgfältig choreografierte Regenguss reagiert so sensibel auf die Präsenz und Bewegung von BesucherInnen, dass die große Nasszelle trockenen Hauptes durchquert werden kann.
Kawarga Dmitry & Elena (RU)
Honorary Mentions Interactive Art
Über ein Laufband setzen die BesucherInnen einen „sozialen Mechanismus“ in Gang und dürfen sich dabei ein wenig wie Gott fühlen. Denn die Bewegung des Mechanismus wie auch die darin befindlichen Figuren sind von den eigenen Schritten abhängig. Das führt zum Erleben einer Art Bewusstseinsspaltung: Vereinnahmt uns die Gesellschaft alle, oder schaffen wir diesen Versklavungsmechanismus selbst? Spricht man das DaDa-Manifest in ein Mikrofon, gerät die Installation in Schwingung und einige Figuren fallen befreit aus ihr hinaus. Eine Mini-Videokamera zeigt auf einem Monitor das Innere einer Blackbox, in sich eine andere Realität befindet: die Welt des Künstlers.
Olivier Bau (FR), Yuri Suzuki(JP), Ivan Poupyrev (RU)
Honorary Mentions Interactive Art
In seiner 2012/2013 entstandenen Serie Angles wendet Daniel Rozin eine neue Form der geometrischen Bilderzeugung an. Sie weicht vom üblichen Rechteckraster ab und beruht stattdessen auf Rotation. Der Angles Mirror – ein dreieckiger Stahlblock mit drehbaren Zeigern – baut das Bild nicht mehr aus verschiedenen Hell- und Dunkelwerten auf, sondern stellt das von einer Kamera aufgenommene Spiegelbild des Betrachters in Form unterschiedlicher Neigungswinkel dar. Anstelle eines fotorealistischen Bildes gibt der „Winkelspiegel“ die dreidimensionale Bewegung einer Figur wieder, die sich aus der Distanzveränderung zur spiegelnden Skulptur ergibt.
Hernán Kerlleñevich (AR), Mene Savasta Alsina (AR)
Honorary Mentions Interactive Art
Die Software und Installation Ahora ist eine Kompositionsumgebung für Musik im Raum: Ein komponierter interaktiver Song liegt in seine Klangelemente fragmentiert auf dem Boden. Die Klangelemente sind die zeitlichen Festkörper des Stückes, das darauf wartet, von den Schritten einer umherstreifenden Person zum Erklingen gebracht zu werden. Je nach Wegverlauf im Raum reihen sich die Klangelemente anders aneinander; das Stück wird mit jedem neuen Weg neu geschrieben.
OK – Offenes Kulturhaus im OÖ Kulturquartier
Opening: Do 5.9. 18:00
Do. 5. – Fr 6. 9. 10:00 – 21:00
Sa 7. 9. 10:00 – 23:00
So 8. – Mo 9. 9. 10:00 – 21:00
Wolfgang Dorningers (AT) Aural-Memory-Machine ist eine sechskanalige Soundinstallation für die (Festival)BesucherInnen des Linzer Mariendoms. Denn sie sind es, die ohne musikalische oder technische Vorkenntnisse darauf spielen. Dabei ist nichts weiter zu tun, als mittels Midi-Keyboard an einem von acht Terminals im Dom einen beliebigen Text einzugeben. In Echtzeit steuert der Text field recordings – Aufzeichnungen der akustischen Umwelt – an, die in einzelne Themenkreise abgegrenzt sind.
Bis zu acht KlanggestalterInnen können so miteinander das Potenzial der Aural-Memory-Machine ausloten. Unablässig müssen sie entscheiden, ob sie dabei Text bzw. Code produzieren oder an der Gestaltung eines momentanten akustischen Environments im Dom teilhaben wollen – oder beides.
Abschließender Höhepunkt ist ein nächtliches Konzert von Wolfgang Dorninger mit Petra Anlanger (AT), Richard Eigner (AT), Georg Edlinger (AT), Volker Kagerer (AT) und Domorganist Wolfgang Kreuzhuber (AT). Sie benutzen dabei daselbe Instrumentarium wie das Publkium, spielen aber ein vorgegebenes Repertoire: ausgewählte Texte aus dem Ars-Electronica-Katalog.
Sa 7. 9. 12:00 – 17:00, 20:00-23:00, Live-Performance: 23:00 – 24:00
Mariendom
Ein Wiedersehen mit echten Arcade-Automaten und Klassikern aus 40 Jahren Computerspielgeschichte à la Pong ermöglichen die Ausstellungen retro/per/spektiven und Ludic Memento in der Tabakfabrik. Auf der Zeitreise von den Anfängen des elektronischen Spiels bis in die Gegenwart darf nach Herzenslust gespielt werden!
In der Game Jam in der Tabakfabrik (Achtung: Anmeldung notwendig!) schaffen Profi-EntwicklerInnen im Wettlauf gegeneinander und gegen die Zeit innerhalb von 48 Stunden spielbare Game-Prototypen;
ein ambitioniertes internationales Nachwuchsteam erarbeitet im GameLab des u19 – CREATE YOUR WORLD Zukunftsfestival der nächsten Generation ein anspruchsvolles Game.
]]>Hiroshi Ishiguro (JP)
Vor sieben Jahren schuf Hiroshi Ishiguro (JP) den fernbedienten Androiden Geminoid HI-1 als Kopie seiner Person. Mit 46 Stellmotoren und verschiedenen Sensoren ist er bis heute einer der komplexesten unter den bisher gebauten Robotern und entsprechend wenig transporttauglich. Eine mobilere Version hat Ishiguro mit dem Geminoid HI-4 geschaffen. Diese Lightversion des HI-1 kann mit BesucherInnen sprechen und verfügt über 12 Stellmotoren für Mimik, Augen- und Kopfbewegungen.
Fur gewöhnlich befinden sich Ishiguro und Geminoid HI-4 nicht zur selben Zeit am selben Ort: Während einer der beiden irgendwo einen Vortrag hält, arbeitet der andere in Japan oder anderswo – und umgekehrt.
Fr 6.9. 10:00 – 21:00
Ars Electronica Center, RoboLab
Studierende der Queensland University of Technology (AU), eine Gruppe von Youngstern aus dem Umfeld des u19 – CREATE YOUR WORLD Festival und verschiedene FestivalbesucherInnen erproben eine andere, neue Art der Festivaldokumentation: Anstatt das Festivalgeschehen so neutral und„objektiv“ wie möglich abzufilmen, gilt das Interesse diesmal dem persönlichen Festivalerleben. Mit weitwinkeligen Actioncams ausgerüstet schwärmen die ChronistInnen für eine Akkulänge nach Gutdünken ins Festivalgeschehen aus – ohne jede redaktionelle Vorgabe.
Gefilmt wird, was sie selbst als aufzeichnungswürdig erachten. Das ist nicht notwendigerweise das, was Veranstalter, KuratorInnen oder KünstlerInnen am Herzen liegt. Hat der Schwarm an allen Ecken und Enden seine Festivalbilder eingesammelt, geht’s zurück in den Bienenstock des mobilen Ö1-Ateliers am Linzer Hauptplatz. Hier werden über Terminals die eingesammelten Daten von den SD-Karten extrahiert und in das aus 30 Bildschirmen bestehende Bienenstock Monument eingeschleust. Bienenstock Terminals an ausgewählten Festivalstandorten bieten Besuchern zusätzlich noch die Möglichkeit das gesammelte Material zu besichtigen und zu editieren.
ars.electronica.art/bienenstock
Mobiles Ö1-Atelier, Hauptplatz
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