Audiovisuelle Rauminstallation angelehnt an den Mythos des Orpheus, seinen Abstieg in die Unterwelt und der versuchten Rettung seiner Frau Eurydike. Kollagiert aus Material von Christoph Willibald Gluck, Claudio Monteverdi, Daniel Matej, Gregor Göttfert, Igor Strawinsky, Ingeborg Bachmann, Jacques Offenbach, Jean Cocteau, Joseph Haydn, Julian Finnur Karlsson, Pierre Henry, Pierre Schaeffer.
]]>Ob E-Mails, Fotos, Videos, Dokumente, Warenkörbe oder Suchanfragen – egal, welche Form die digitalen Daten haben, die Wolke im Netz mit ihrer wachsenden Zahl an Servern saugt sich Tag für Tag voll wie ein Schwamm – unantastbar und mit endloser Kapazität. Versperrt und gut gekühlt verrichten 24 Stunden am Tag Abertausende Server auf der ganzen Welt in Hochsicherheitstrakten ihre Dienste. Doch wie andere physische Dinge können auch sie materiell zerstört werden. Die Installation von Stefan Tiefengraber knüpft an die lange Tradition von sich selbst zerstörenden Maschinen an und gibt Ihnen die Steuerung in die Hand: Mit jedem Klick auf die Website www.ugsd.net, die auf genau diesem Server liegt, fallen zwei der sechs Hämmer auf die Hardware – so lange, bis der Server nicht mehr reagiert.
]]>Die von Hand gearbeiteten technische Artefakte von Afroditi Psarra stellen neben der sozialen Interaktion das Do-it-yourself-Prinzip in den Mittelpunkt. Wearables herzustellen, erlaubt ihren AnwenderInnen bzw. TrägerInnen einerseits eine neue Erfahrung des eigenen Körpers wie auch des Umfelds; andererseits eröffnen sie einen spielerischen Zugang zu Kunst, tradiertem Handwerk und zu Technologien.
Im Workshop am Rande des Future Innovator Summit zeigt Psarra, wie der Gebrauch von Elektronik und Computertechnik auf Kleidungsstücken Teil einer Ästhetik und Kultur des Selbermachens werden kann. In Gestalt der elektromagnetischen Spule steht eine zentrale Komponente im Mittelpunkt des Workshops. Die Teilnehmenden lernen dabei, handgemachte Kupferspulen in Textilien einzuarbeiten und machen die Bekanntschaft dreier e-textiler Anwendungen.
Einmal fungiert die Spule als Lautsprecher, ein zweites Mal als Antenne für einen Detektor elektromagnetischer Felder und ein drittes Mal als Vibrationsmotor. Dabei eignen sich die WorkshopbesucherInnen Kenntnisse in Sticken, kreativem Programmieren und digitaler Elektronik an. Der Workshop steht allen uneingeschränkt offen. Weder technische noch handwerkliche Erfahrungen oder Vorkenntnisse sind notwendig.
Anmeldung unter: futureinnovators@aec.at
]]>Der Sensarium Dome ist ein intelligenter Liegesessel, der mit seinen NutzerInnen vermittels verschiedener Sensoren interagieren und sein Full-Dome-Programm deren Verhalten und Biofeedback anpasst. Der Showcase beim Ars Electronica Festival 2014 lädt zum Kennenlernen wie auch zur Einreichung von Full-Dome-Kreationen zum Sphere of Light-Award ein. Gefragt sind Inhalte, die das mentale und emotionale Wohlbefinden fördern.
]]>Sie fühlen sich beobachtet, stimmt‘s? Das künstliche Auge wirkt auf den ersten Blick relativ unscheinbar. Sanft eingebettet liegt es in einer kleinen schwarzen Box. Wer jedoch genauer hinsieht, weiß, warum einen plötzlich das Gefühl beschleicht, verfolgt zu werden. Wie eine eigenständige lebendige Kreatur blickt Frank, das Auge, zurück und verfolgt Sie, die eigentlich BeobachterIn sind, selbst beobachtend auf Schritt und Tritt. Ist es der erwidernde Blick, der nötig ist, um in einem Objekt eine Lebensform wiederzuerkennen? Ist es gar menschlich? Und was geschieht eigentlich mit den Bilddaten der Gesichter, die die Face-Tracking-Software des Auges verwendet, um Menschen zu erkennen und ihnen zu folgen?
]]>Nicht nur Menschen sollen auf Technologien zugreifen können, sondern auch Pflanzen. Der brasilianische Künstler Ivan Henriques erforscht mit seiner interaktiven „Biomaschine“ neue Wege der Kommunikation zwischen Menschen, lebenden Organismen und Maschinen, und verwandelt eine tropische Pflanze in einen Sensor. Wenn die Blätter der „Homalomena“ aus der Familie der Aronstabgewächse berührt werden, nimmt die gesamte Pflanze diesen Reiz wahr und überträgt ein elektrisches Signal an eine angeschlossene Maschine, die sich daraufhin in Bewegung setzt.
]]>„Kazamidori“ ist eine Wetterfahne im Internetzeitalter. „Kaza“ (Wind) „mi“ (beobachten) „dori“ (Vogel) ist ein japanischer Ausdruck für Wetterfahne. Schon früher beobachtete man, dass sich Vögel stets dem Wind zuwandten. Dieses natürliche Verhalten der Vögel floss in die Gestaltung unserer Wetterfahne ein. „Kazamidori“ zeigt die soziale Windrichtung im Internet an, indem die Zugriffe auf die Ars Electronica-Website ausgewertet werden. Öffnet jemand die Homepage der Ars Electronica, zeigt „Kazamidori“ in die geographische Richtung des Besuchers. (Greift z. B. jemand von Tokyo aus zu, zeigt „Kazamidori“ nach Osten.)
]]>Seit etwa zwei Jahrzenten dient der Drucker dazu, Texte und Fotos zu drucken. Heute ist es jedoch längst möglich, mit speziellen Geräten dreidimensionale Objekte aus Kunststoff, Metall, Gips oder gar Beton zu drucken. Mittels speziellem 3-D-Programm wird zunächst ein digitales Objekt am Computer erstellt, anschließend wird es dann gedruckt.
]]>Der japanische Künstler Iori Tomita macht aus Meeresbewohnern fantastisch-fremdartige Präparate. Das Muskelgewebe der Tiere wird dabei durchscheinend gemacht, indem natürliche Eiweißstoffe aufgelöst werden. Die präzisen Formen der Natur werden von menschlicher Präparationstechnik erst freigelegt und dann eingefärbt. Die festeren Gewebeteile und die weicheren Gewebeteile (Knorpeln) werden dabei unterschiedlich behandelt. Der Prozess um ein Präparat herzustellen dauert bis zu sechs Monate, je nachdem wie groß ein Lebewesen ist.
]]>Manoi PF01 ist ein japanischer Roboter, der Designkunst mit aktuellster Technologie verbindet. Einige Details der Konstruktion zielen darauf ab, das Roboter-Cliché als bloße High-Tech-Kampfmaschinen zu widerlegen: große Augen und eine breite Stirn vermitteln Offenheit; der weite Oberkörper signalisiert Selbstsicherheit.
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