Fashion – Radical Atoms https://ars.electronica.art/radicalatoms/de Ars Electronica Festival 2016 Tue, 28 Jun 2022 13:26:43 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.6 Sporophyte Collection https://ars.electronica.art/radicalatoms/de/sporophyte-collection/ Mon, 01 Aug 2016 13:02:55 +0000 https://ars.electronica.art/radicalatoms/?p=2676 Julia Körner
Die Fortschritte in Technologie und Forschung haben auch die Modewelt revolutioniert und ihre Gestaltungsmöglichkeiten erweitert.]]>
Julia Körner

Die Fortschritte in Technologie und Forschung haben auch die Modewelt revolutioniert und ihre Gestaltungsmöglichkeiten erweitert. Modedesignerin Julia Körner zeigt mit 3-D-gedruckten Kleidungsstücken, wie sich Phänomene der Natur auf die Technik übertragen lassen. Ihre Sporophyte Collection umfasst ungewöhnliche Kleidungsstücke: 3-D-gedruckte Ready-to-wear-Couture, hergestellt von Stratasys Ltd. Beispiele dafür sind etwa die Hymenium- oder die Kelp-Jacke, die beide aus der Herbstkollektion 2015 stammen.

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Deep Space 8K: Another Dimension of Fashion https://ars.electronica.art/radicalatoms/de/deep-space-8k-another-dimension-fashion/ Mon, 01 Aug 2016 12:05:04 +0000 https://ars.electronica.art/radicalatoms/?p=973 Mit einer virtuellen Reise durch die Anatomie von Kleidung eröffnet Fashion & Technology, das neue Studium an der Kunstuniversität Linz, ungeahnte Dimensionen. In Cinematic Renderings, einer neuen Form der Computertomographie, werden die unsichtbaren Innenwelten von Mode sichtbar.

Designs der Studierenden werden vom international renommierten Fotografen Günter Parth und Prof. Dr. Franz Fellner vom Kepler Universitätsklinikum Linz inszeniert. Parth ist unter anderem für seine Arbeiten für Vivienne Westwood und Paco Rabanne bekannt. Fellner führt eines von weltweit nur zehn Instituten, die gerade eine von Siemens Healthineers neu entwickelte Software testen. In diesem speziellen Fall nicht am Menschen, sondern an Kleidungsstücken.

 

Credits: Leiterinnen Fashion & Technology: Ute Ploier, Christiane Luible Visualisierung: Prim.Univ.Prof.Dr. Franz Fellner, Günter Parth Musik: Richard Eigner Fotos: Günter Parth, Nina Wenhart

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bioLogic https://ars.electronica.art/radicalatoms/de/biologic/ Mon, 01 Aug 2016 10:44:09 +0000 https://ars.electronica.art/radicalatoms/?p=2512 Vor etwa 1.000 Jahren entdeckt ein japanischer Samurai in seiner Abendmahlzeit den bacillus subtilis natto. Ein Jahrtausend später offenbart das nützliche Fermentationsbakterium eine weitere geniale Anlage. Nämlich sich je nach Luftfeuchtigkeit zusammenziehen oder ausdehnen zu können.

Mit bioLogic nutzt man dieses Anpassungstalent für smarte Textilien. Nattozellen aus dem Labor werden per Biodruckverfahren zu einer Art zweiter Haut verarbeitet. Einer, die der menschlichen Haut in punkto biologischer Fähigkeiten ähnelt: Das Gewebe öffnet sich dort, wo aufgrund sportlicher oder anderer Anstrengung Schweiß und große Körperwärme entstehen, und versorgt die Körperoberfläche zusätzlich mit einem organischen Kühlmittel.

Exhibition: Lining Yao, Jifei Ou, Wen Wang, Hiroshi Ishii Research : Lining Yao, Wen Wang, Guanyun Wang, Helene Steiner, Chin Yi Cheng, Jifei Ou, Oksana Anilionyte, and Hiroshi Ishii

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Experts Tour: Fashion and Technology https://ars.electronica.art/radicalatoms/de/experts-tour-fashion-technology/ Fri, 29 Jul 2016 08:21:28 +0000 https://ars.electronica.art/radicalatoms/?p=2806 Manuela Naveau (AT)

Mode bewegt sich auf tragbare Technologie zu und Wissenschaft forscht daran, wie wir durch Kleidung mit unserer Umwelt interagieren oder uns vor ihr schützen. Dieser Trend kann in vielen sowohl experimentellen, hochtechnologischen, subversiven als auch professionellen Ansätzen am Ars Electronica Festival 2016 verfolgt werden. Medienkünstlerin Manuela Naveau begleitet Sie durch die POSTCITY und zeigt exemplarisch die Verbindung von Kunst, Technologie und Mode.

Infos

Treffpunkt: POSTCITY
Dauer: 1,5 Stunden
Sprache: FR 9.9.2016 Deutsch / SA 10.9.2016 Englisch
Kosten: 16 € / ermäßigt 12 €

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Artifical Skins and Bones https://ars.electronica.art/radicalatoms/de/artificalskinsandbones/ Wed, 29 Jun 2016 13:17:01 +0000 https://starts-prize.aec.at/?p=359

Artificial Skins and Bones Group (DE)

Die Muster, Strukturen und Funktionen der Natur sind eine nie versiegende Quelle der Inspiration. Wir begannen mit unserem Projekt Artificial Skins and Bones, indem wir das Design unseres eigenen Körpers betrachteten und die Elemente untersuchten, die wir im Designprozess künstlicher Körper anwenden könnten. Die Idee zu diesem Thema wurde in Zusammenarbeit mit Ottobock, dem Weltmarktführer für Prothesen, entwickelt. Durch Workshops mit TechnikerInnen und PhysiotherapeutInnen von Ottobock, Interviews mit amputierten Menschen sowie einem Besuch der Forschungs- und Produktionszentrale in Duderstadt setzten wir auch folgende Themen auf unsere Agenda: die Sprache der Sinneswahrnehmung, die Interaktion mit künstlichen Körperteilen und die Ästhetik künstlicher Körperteile im Verhältnis zur Ästhetik natürlicher Körper.

Visualisierte Kraft

von Lisa Stohn und Jhu-Ting Yang bietet eine flexible, kreaturenhafte Textiloberfläche, die, ähnlich wie ein Oktopus, durch Muskelreize in verschiedene Farben und Muster verändert.

Trans.fur

von Karina Wirth und Natalie Peter. In diesem Projekt wurden intelligente Textilien entwickelt, die durch Anpassung ihrer Oberflächenstruktur in der Lage sind, den Grad der Feuchtigkeitsdurchlässigkeit zu verändern. Vorbild für dieses Projekt war das vielseitigste Organ des menschlichen Körpers: die Haut.

Technologie, Temperatur und Textilien

von Stephanie Nattrass. Das e-Textilien-Forschungsprojekt bettet Sensorik und Ingangsetzung in textile Oberflächenkonstruktionen ein.

Naturanslations

von Babette Wiezorek erforscht durch die Anwendung algorithmischer Gestaltungsmethoden und 3D-Druck von Mikrostrukturen den Charakter und das Potenzial organisch inspirierter 3D-Rasterstrukturen.

Audio Gait

von Agnes Rosengren und Bernardo Aviles-Busch unterstützt mittels der Vertonung von Bewegungen unser Verständnis von Körperbalance während des aufrechten Gangs. Das tragbare System ist ein einfacher Lernbehelf für das Training mit Schienbeinprothesen, der Gehbewegungen in auditives Feedback übersetzt.

Active

von Hans Illiger untersucht den Rehabilitationsprozess von Menschen, denen untere Gliedmaßen amputiert wurden, und ist sowohl ein Service-Design-Konzept als auch eine Hardwarelösung für das Sammeln von Bewegungsdaten.

Shortcut

von David Kaltenbach, Maximilian Mahal und Lucas Rex ist ein anpassbares Human Interface Device (HID) für Menschen, denen obere Gliedmaßen amputiert wurden. Das Armband nimmt sensorische Muskelimpulse in der Phantomhand wahr und übersetzt sie in berührungslose und intuitive Programmsteuerung.

Tactile Sensation

von Nina Rossow untersucht zwei Möglichkeiten des Informationsdisplays mittels taktilen Feedback: Sens_mat ermöglicht passives taktiles Erkennen von Materialien, wenn ein direktes Berühren nicht möglich ist. Sens_dia vereinfacht die Beschreibung im Bereich der Schmerzdiagnostik durch nonverbale und körperspezifische Kommunikation.

The Aesthetics of the Uncanny

Eine der hitzigsten Diskussionen während der Ideenfindungsphase fand zum Konzept des Uncanny Valley bzw. der Akzeptanzlücke statt. The Aesthetics of the Uncanny von Carmina Blank und Sandra Stark erforscht das fragile Gleichgewicht von bekannten Standards im Prothesendesign und dem Unheimlichen. Das Team untersuchte, wie dieses Phänomen des Uncanny Valley durch gezielte Materialgestaltung verstanden, kontrolliert und im Designprozess bewusst berücksichtigt werden kann.

Interview

Lesen Sie außerdem ein Interview zu “Artificial Skins and Bones” auf unserem Ars Electronica Blog.

Artificial Skins and Bones Group

Die Artificial Skins and Bones Group (DE) ist eine interdisziplinäre Gruppe junger DesignerInnen der Weißensee Kunsthochschule Berlin. Ihre Expertise reicht von Textil-, Oberflächen- und Produktdesign über Mode bis hin zu visueller Kommunikation. Im Projekt Artificial Skins and Bones hatte die Gruppe freie Hand in der Erforschung der Gestaltung von und der Interaktion mit künstlichen Körpern und Körperteilen. Die präsentierten Projekte zeugen von der großen Bandbreite an möglichen Ausgangspunkten, Entwicklungsmethoden von Prototypen und Anwendungsszenarien. Wir hoffen, dass das Ergebnis einen wertvollen Beitrag zur zukünftigen Erforschung künstlicher Körper und Prothesendesigns leistet.

Credits

Artificial Skins and Bones Group:
KursleiterInnen: Prof. Wolf Jeschonnek, Prof. Mika Satomi
Teilnehmende StudentInnen: Bernardo Aviles-Busch, Carmina Blank, Hans Illiger, David Kaltenbach, Maximilian Mahal, Stephanie Nattrass, Natalie Peter, Lucas Rex, Agnes Rosengren, Nina Rossow, Sandra Stark, Lisa Stohn, Babette Wiezorek, Karina Wirth, Jhuting Yang

Hauptprojektpartner:
Kunsthochschule Berlin Weißensee, Fab Lab Berlin, Ottobock Healthcare GmbH, Makea Industries GmbH

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Magnetic Motion https://ars.electronica.art/radicalatoms/de/magnetic-motion/ Wed, 29 Jun 2016 11:05:41 +0000 https://starts-prize.aec.at/?p=387

Iris van Herpen beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel magnetischer Kräfte. Durch die Auseinandersetzung mit der Dynamik von Anziehung und Abstoßung verschmilzt die Designerin Natur und Technologie miteinander. Anfang dieses Jahres besuchte van Herpen den Large Hadron Collider am Forschungszentrum CERN, dessen Magnetfeld 20.000-mal stärker als jenes der Erde und der Vorbild für das Projekt Magnetic Motion ist. „Ich finde Schönheit in der unaufhörlichen Erzeugung von Chaos, das offensichtlich die Urkraft der Performance der Natur verkörpert“, so van Herpen über den Grundgedanken der Kollektion. Van Herpen blieb ihrem Ansatz treu, Mode mit anderen Disziplinen zu verbinden, indem sie mit dem kanadischen Architekten Philip Beesley und dem niederländischen Künstler Jólan van der Wiel zusammenarbeitete. Beesley ist ein Pionier der interaktiven „lebenden“ Skulpturen, der in seinen poetische Arbeiten Advanced Computation, synthetische Biologie und Mechatronik miteinander verbindet. Van der Wiel ist ein Künstler und Handwerker, dessen Arbeit mit magnetischer Spannung zu dynamischen Skulpturen und Installationen führt, die an Vulkanausbrüche erinnern. Beide Künstler versuchen in ihrer Arbeit, die Grenzen zwischen Natur und Technologie zu verwischen, was auch mit der künstlerischen Zielrichtung van Herpens einhergeht.

Fotos: Yannis Vlamos

Mit Methoden wie Spritzgießen und Laserschneiden auf labyrinthischen Strukturen, 3D-Druck und komplexer architektonischer Handarbeit auf Kleidern, Jacken, Hosen, Röcken und Blusen verleiht die Designerin ihren Arbeiten dynamische Formen und Oberflächen, die die Bewegungen des Körpers widerspiegeln. Der dreidimensionale Charakter und die Schichtung der Kleidungsstücke geben ihnen Volumen.

Fotos: Morgan O’Donovan

In der Betonung auf Licht- und Schattenspielen wird das Leuchten von Kristallformen durch Mikronetze aus Spitzengewebe sowohl ver- als auch enthüllt, Triazetatfedern unterbrechen den weichen Faltenwurf und die Volumen. Die kontrollierte Struktur der Kleidungsstücke ist mit den chaotischen Strukturen der Accessoires versetzt, bei denen dank magnetischen Wachstums kein Teil dem anderen ähnelt. Die Schuhe, Gürtel, Halsketten und Griffe wurden mittels Magnetfeldern „gezüchtet“.

Iris van Herpen

Iris van Herpen (NL), geboren 1984, ist  Modeschöpferin. Sie studierte Modedesign an der ArtEZ Akademie für Bildende Künste Arnhem und absolvierte Praktika bei Alexander McQueen in London und Claudy Jongstra in Amsterdam. Van Herpen fiel sehr schnell mit ihren bemerkenswerten Modeschauen auf. 2007 gründete sie ihr eigenes Modelabel. Iris van Herpen kreiert Damenkollektionen. Ihre Designs erfordern eine einzigartige Behandlung des Materials oder die Herstellung völlig neuer Materialien. Daher bevorzugt van Herpen interdisziplinäre Forschung und die oft regelmäßige Zusammenarbeit mit KünstlerInnen aus verschiedensten Disziplinen. Seit Juli 2011 ist sie ein Gastmitglied der renommierten Pariser Chambre Syndicale de la Haute Couture, die Teil der Fédération Française de la Couture ist. Sie nimmt an internationalen Ausstellungen teil und designt zwei Kollektionen pro Jahr. Ihre Arbeiten wurden mit vielen Preisen sowie in Ausstellungen, Publikationen und mit der erwähnten Gastmitgliedschaft gewürdigt.

Credits

Iris van Herpen
www.irisvanherpen.com
Magnetic Motion Collection in Zusammenarbeit mit den Künstlern:
Philip Beesley, Niccolo Casas, Jolan van der Wiel

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Kinematics Dress https://ars.electronica.art/radicalatoms/de/kinematics-dress/ Mon, 27 Jun 2016 23:18:34 +0000 https://ars.electronica.art/radicalatoms/?p=2378 Jessica Rosenkrantz (US), Jesse Louis-Rosenberg (US / Nervous System (US)

Kinematics Dress steht für einen neuartigen Herstellungsprozess, der Design, Simulation und digitale Fabrikation miteinander verbindet, um komplexe, individuell angefertigte Produkte zu erzeugen. Jedes der Kleider besteht aus Tausenden von ineinander greifenden Einzelteilen, die zusammengefaltet als ein Stück im 3D-Drucker ausgedruckt werden und nicht mehr zusammengesetzt werden müssen.

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Environment Dress https://ars.electronica.art/radicalatoms/de/environment-dress/ Thu, 16 Jun 2016 18:36:30 +0000 https://starts-prize.aec.at/?p=484

uh513 ( María Castellanos & Alberto Valverde)

Environment Dress ist ein intelligentes Kleidungsstück, das die Aggressivität der Umgebung misst und analysiert, wie sie sich auf die Stimmung und das Verhalten seiner TrägerInnen auswirkt. Die natürlichen Sensoren unserer Körper sind nicht in der Lage, uns vor externen Umweltfaktoren zu warnen. Mithilfe der Technologie von Environment Dress wissen wir, wie uns diese Faktoren beeinflussen und sie so antizipieren. Environment Dress ist ein mit Sensoren ausgestattetes Kleidungsstück, das Lärmvariationen, Temperatur, Luftdruck, UV-Strahlung oder den Kohlendioxidanteil im Alltag misst. All diese verorteten Informationen sind via App mit der Stimmung der Benutzerin/des Benutzers verbunden. So ist das Kleidungsstück dank der Technologie des sogenannten maschinellen Lernens in der Lage, die Gefühlslage seiner Trägerin/seines Trägers zu lernen und zu antizipieren, indem es spezifische Umweltbedingungen mit den zuvor aufgezeichneten Gefühlen verbindet. Environment Dress ist ein in Open-Code entwickeltes Projekt. Auf der Projektwebseite finden Sie die gesamte Dokumentation dazu.

Project created thanks to the prize Next Things 2015-Conducta. Joint call by LABoral Centro de Arte and Telefónica I+D.

Credits

uh513 sind María Castellanos (ES) und Alberto Valverde (ES). María Castellanos promovierte in Bildender Kunst an der Universität Vigo. Sie untersucht den Körper, insbesondere Wahrnehmung und Sinnesmängel bei Menschen. In ihrer Forschung konzentriert sie sich auf die Hybridisierung von Cyborgs und Wearables als Muster für die Ausweitung der menschlichen sensorischen Fähigkeiten.

Alberto Valverde ist Künstler und Technologe mit einschlägiger Erfahrung im Bereich Systemdesign, wo er interaktive Umgebungen, Webdesign und Robotik erstellt. Außerdem leitete er Multimediakurse für KunststudentInnen an der Universität Vigo. In seiner Arbeit untersucht er Chaos als eine Form von Ordnung.

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