media art – Radical Atoms https://ars.electronica.art/radicalatoms/de Ars Electronica Festival 2016 Tue, 28 Jun 2022 13:26:43 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.6 Inferno https://ars.electronica.art/radicalatoms/de/inferno/ Mon, 08 Aug 2016 16:18:43 +0000 https://ars.electronica.art/radicalatoms/?p=2987

Honorary Mention Interactive Art+

Louis-Philippe Demers, Bill Vorn (CA)

In der Kulturgeschichte tauchen zahlreiche Darstellungen von Höllen, Dämonen und Bestrafungen auf. Ausgehend von diesen Höllenvorstellungen ist Inferno wie ein Ritual zu verstehen – quasi als Modell der unendlichen Automation und Unterwerfung unter die Maschine, das für unsere Angst vor dieser Singularität steht. In dem partizipativen Projekt bekommt eine ausgewählte Gruppe aus dem Publikum die Gelegenheit, aktiv an der Performance teilzunehmen und dabei eine äußerst eindringliche Erfahrung zu machen: Sie schlüpfen in die Rolle eines Roboters und sind zugleich in ihm gefangen. Für die Dauer dieser sehr unmittelbaren, körperlichen Erfahrung wird man so selbst zum Cyborg (Mensch-Maschine-Mischwesen).

Hier sehen Sie eine Dokumentation von Inferno. Während des Ars Electronica Festivals können Sie die Performance im Ursulinensaal auch live erleben.

Möchten auch Sie teilnehmen und nicht nur zusehen?
Melden Sie sich bei einem der Guides des OK direkt bei der Installation (Ursulinenhof, 2. Stock) und kommen Sie möglichst 20 Minuten vorher vorbei.

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CyberArts 2016 https://ars.electronica.art/radicalatoms/de/cyberarts-2016/ Wed, 03 Aug 2016 15:02:56 +0000 https://ars.electronica.art/radicalatoms/?p=743

Es ist ein Best-of der aktuellen Medienkunst: Die CyberArts-Ausstellung im OK zeigt die besten Arbeiten des Prix Ars Electronica 2016. Seit 1987 wird der weltweit wichtigste Preis für Kreativität und Pioniergeist im Bereich der Medienkunst alljährlich ausgeschrieben. Tausende KünstlerInnen aus aller Welt reichen ihre Projekte ein, die von einer internationalen Fachjury geprüft und die besten darunter prämiert werden. Nebst Preisgeldern dürfen sich die GewinnerInnen über eine Goldene Nica freuen, die sie im Rahmen einer Großen Gala (Freitag, 9.9.2016, Brucknerhaus) überreicht bekommen, ihre ausgezeichneten Projekte sind im Rahmen der CyberArts-Schau im OK zu sehen.

Auch dieses Jahr präsentiert sich die CyberArts-Ausstellung wieder als eine exquisite Zusammenstellung herausragender Medienkunstwerke aus aller Welt. Darunter etwa die interaktive Spionage-Installation von Christoph Wachter und Mathias Jud (beide DE) oder Ann-Katrin Krenzs (DE) Roboter-Fräsen, die wie Parasiten am Baumstämme entlangkriechen und Gedichte in codierter Form in die Rinde ritzen. Das Spektrum der CyberArts ist breit und abwechslungsreich: Ein von Frank Kolkman entwickeltes chirurgische System für den Hausgebrauch ist hier ebenso zu sehen wie die „Exhausting a Crowd“ von Kyle McDonald, die sich mit dem Thema Überwachung widmet. Und natürlich werden auch die Verdienste und Pionierleistungen einer Person ganz besonders gewürdigt: Die profilierte Kunstkritikerin und Ausstellungsmacherin Jasia Reichardt ging 1968 in die (Medienkunst-)Geschichte ein, als sie die Schau „Cybernetic Serendipity“ erstmals in Szene setzte. Jasia Reichardt ist deshalb die „Visionary Pioneer of Media Art 2016“.

Der Prix Ars Electronica gilt als die wichtigste internationale Leistungsschau für aktuelle digitale Medienkunst. Seine 29-jährige Geschichte dokumentiert eindrucksvoll den rasanten digitalen Wandel in dieser Zeitspanne. 1987 nach einer Idee von Hannes Leopoldseder als hoch dotierter, multidisziplinärer Wettbewerb für Computerkunst mit drei Wettbewerbskategorien begonnen, wird er mittlerweile in sieben Kategorien ausgelobt: Computer Animation/Film/VFX, Digital Musics & Sound Art, Interactive Art+, Digital Communities, Hybrid Art, u19 – CREATE YOUR WORLD und – seit 2014 – Visionary Pioneers of Media Art. Jedes Jahr werden abwechselnd vier dieser Kategorien ausgeschrieben.

Inferno Cyber Arts 2016

Inferno

In der Kulturgeschichte tauchen zahlreiche Darstellungen von Höllen, Dämonen und Bestrafungen auf. Ausgehend von diesen Höllenvorstellungen ist Inferno wie ein Ritual zu verstehen – quasi als Modell der unendlichen Automation und Unterwerfung unter die Maschine, das für unsere Angst vor dieser Singularität steht.

CyberArts 2016 Opening

Interaktiv, innovativ und technisch höchst anspruchsvoll – am DO 8. September 2016 eröffnet OK im OÖ Kulturquartier die Ausstellung “CyberArts 2016”.

Fairy Lights in Femtoseconds

Die spürbare Realisierung eines in den Raum projizierten dreidimensionalen Bildes (Hologramm) schafft einen Dialog zwischen dem Physischen und Immateriellen. Fairy Lights in Femtoseconds schafft eine geradezu magische Science-Fiction-Erzählung, die das Imaginäre innerhalb der Welt des Gewöhnlichen verortet.

Parasitic/Symbiotic

Das Verhältnis von Mensch und Natur scheint aus dem Gleichgewicht zu sein. Der Mensch als ein von Technologien bestimmtes Wesen zerstört die Umwelt, obwohl er von ihrer Existenz abhängt.

Pathfinder-Generative approach for conceptual choreography

Pathfinder [Wegbereiter] ist ein Instrument um die choreographische Entwicklung weiter zu treiben. Das Tool generiert und projiziert abstrakte Formen in den Raum, um in dieser digitalen Umgebung den TänzerInnen neue Perspektiven zu eröffnen

Rhizome

Die Arbeit Rhizome von Boris Labbé, einem Filmregisseur und visuellen Künstler aus Madrid, ist eine sehr vielschichtige Animation. Mehr als 2300 Tusche- und Wasserfarben-Zeichnungen bilden die Basis des Films.

Jller

Jller ist eine Maschine, die Kieselsteine aus einem Flussbett, jenem der deutschen „Jller“, nach ihrem geologischen Alter sortiert. Der Apparat analysiert die gefundenen Steine automatisch nach Typus und Alter.

Rare Earthenware

Diese drei keramischen Gefäße im Stil der Ming-Dynastie wurden aus Lehm getöpfert, der aus der Nähe von Baotou in der Inneren Mongolei stammt – giftiger Lehm aus einem Becken, das mit Rückständen vom Abbau „seltener Erden“ gefüllt ist.

Marble Machine

Die Marble Machine [Kugelmaschine] ist sowohl ein Instrument als auch der Song selbst.

Can you hear me?

In a society under constant surveillance, where governments abuse power and act against basic human rights, interventions such as Can you hear me? provide us with powerful tools to challenge these systems and make our voices heard.

Random Darknet Shopper

Versteckte Online-Märkte sind Beispiele dafür, wie das Internet im Allgemeinen und Darknets [Schwarzmarkt] im Speziellen dazu beitragen, dass die Grenzen nationaler Gesetzgebungen zunehmend verschwimmen: Was in einem Land legal produziert und verkauft wird, ist woanders nicht unbedingt rechtens.

Architecture of Radio

Das Projekt verfolgt das Ziel, einen umfassenden Einblick in die sogenannte Infosphäre zu gewähren – in jenes vom Menschen geschaffene, uns ständig umgebende „Ökosystem“ aus drahtloser Infrastruktur.

Exhausting a crowd

Exhausting a Crowd (Eine Menschenansammlung erfassen) wurde von Georges Perecs‘ Geschichte Versuch einen Platz in Paris zu erfassen (Tentative d’epuisement d’un Lieu parisien) inspiriert.

Jasia Reichardt

Was als technologische Revolution begonnen hat, ist längst Teil unserer Kultur und gesellschaftlichen Realität geworden. Visionäre PionierInnen haben mit ihrem künstlerischen Schaffen diese Veränderungen nicht nur vorausgedacht, sondern auch entscheidend mitgeprägt und die Grundsteine für die Medienkunst unserer Zeit gelegt.

SAZAE bot

Ein Bot – Kurzform für „Robot“ – ist ein Computerprogramm, das bestimmte, sich stets wiederholende Aufgaben automatisch abarbeitet, ohne dabei auf einen menschlichen User angewiesen zu sein.

Refugee Phrasebook

Refugee Phrasebook [Flüchtlings-Phrasenbuch] ist ein offenes kollaboratives Projekt. Es bietet eine Sammlung von hilfreichen Phrasen, Vokabeln und Links für Geflüchtete und HelferInnen/Helfende, um Ankommende bei der Orientierung nach der Einreise zu unterstützen.

P2P Foundation

Die 2005 von Michel Bauwens initiierte Digital Community widmet sich dem gesellschaftlichen Potenzial von Peer-to-Peer-Technologien.

Die Entscheidung

Die Entscheidung ist ein Computerspiel für zwei Spieler, die auf zwei Computern gegeneinander spielen. Dabei bekommen sie unterschiedliche Informationen und haben unterschiedliche Aufträge zu erfüllen.

Jennifer Lyn Morone TM Inc

Um auf unser Recht auf Besitz unserer persönlichen Daten aufmerksam zu machen, hat die Künstlerin Jennifer Lyn Morone im Jahr 2004 die Aktiengesellschaft Jennifer Lyn Morone™ Inc gegründet.

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Prix Ars Electronica Foren – Art & Science https://ars.electronica.art/radicalatoms/de/prix-ars-electronica-forums/ Wed, 03 Aug 2016 13:39:58 +0000 https://ars.electronica.art/radicalatoms/?p=781

Die Prix Foren sind eine Veranstaltung des European Digital Art and Science Network.

Bei den Prix Ars Electronica Foren kommen die GewinnerInnen des Prix Ars Electronica 2016 persönlich über ihre Arbeiten, Motive und Motivationen zu Wort.

Mit den Prix-Foren bietet sich den BesucherInnen des Ars Electronica Festival eine ganz besondere Gelegenheit: Hier treffen sie auf die Menschen hinter den Kunstwerken, sie kommen in Kontakt mit den prämierten KünstlerInnen des Prix Ars Electronica, aber auch mit den JurorInnen, und erfahren in ihren Vorträgen und Gesprächen mehr über die Arbeiten, Ideen und den dahinterliegenden Herausforderungen.

Die Aufmerksamkeit gilt dabei in diesem Jahr unter dem Motto „Art & Science“ noch stärker als gewohnt dem Zusammenspiel und den Wechselwirkungen von Wissenschaft und Kunst. Schauplatz der Begegnung mit den KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen ist erneut der Ursulinensaal im OÖ Kulturquartier. Mit einer Ausnahme: Das Prix Forum I – Computer Animation / Film / VFX findet im CENTRAL statt.

Prix Forum I – Computer Animation/Film/VFX

Das Prix-Forum „Computer Animation / Film / VFX“ beschäftigt sich mit den Entwicklungen im Animationsbereich. Mit Gerfried Stocker (AT), Boris Labbé (FR), Yuya Hanai (JP), Mari-Liis Rebane (EE) und Johannes Schiehsl (AT).

Prix Forum II – Digital Communities

Das Prix-Forum „Digital Communities“ widmet sich den gesellschaftlichen Auswirkungen der digitalen Vernetzung der Welt. Mit Sarah Kriesche (AT), Stacco Troncoso (ES), Paul Feigelfeld (AT) und Nakano Hitoyo (JP).

Prix Forum III – Interactive Art +

Das Prix-Forum „Interactive Art+“ befasst sich mit interaktiven Arbeiten und der erweiterten Interpretation interaktiver Kunst. Mit Victoria Vesna (US), Mathias Jud (CH), Christoph Wachter (CH) und Frank Kolkman (NL).

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Prix Forum IV – Visionary Pioneers of Media Art https://ars.electronica.art/radicalatoms/de/prixforum4/ Tue, 02 Aug 2016 14:10:51 +0000 https://ars.electronica.art/radicalatoms/?p=1245

Mit den Prix-Foren bietet sich den BesucherInnen des Ars Electronica Festival eine ganz besondere Gelegenheit: Hier treffen sie auf die Menschen hinter den Kunstwerken, sie kommen in Kontakt mit den prämierten KünstlerInnen des Prix Ars Electronica. Das Prix Forum IV steht ganz im Zeichen von Jasia Reichardt, der diesjährigen Visionary Pioneers of Media Art-Preisträgerin. Die profilierte Kunstkritikerin und Ausstellungsmacherin sorgte 1968 mit einer bahnbrechenden Ausstellung, die am Londoner Institute of Contemporary Arts für Schlagzeilen: „Cybernetic Serendipity“ lautete der Titel dieser aufsehenerregenden Schau, die an Stelle von Menschen plötzlich Computer, Maschinen und Algorithmen als „Künstler“ in Szene setzte.

Die Prix-Foren sind eine Veranstaltung des European Digital Art and Science Network.

Vortragende

Jasia Reichardt (UK)
Gewinnerin der Goldenen Nica des Prix Ars Electronica 2016 in der Kategorie “Visionary Pioneers of Media Art”

Christine Schöpf (AT)
Ars Electronica

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Fairy Lights in Femtoseconds https://ars.electronica.art/radicalatoms/de/fairylightsinfemtoseconds/ Mon, 01 Aug 2016 18:11:23 +0000 https://ars.electronica.art/radicalatoms/?p=3051 Honorary Mention Interactive Art+

Yoichi Ochiai (JP)

Die spürbare Realisierung eines in den Raum projizierten dreidimensionalen Bildes (Hologramm) schafft einen Dialog zwischen dem Physischen und Immateriellen. Fairy Lights in Femtoseconds schafft eine geradezu magische Science-Fiction-Erzählung, die das Imaginäre innerhalb der Welt des Gewöhnlichen verortet. Das Projekt entwickelt Methoden, um unserer Vorstellungskraft mit Hilfe holografischer Bilder Ausdruck zu verleihen. Lichtfelder, die ursprünglich für Fernsehen, Film und Computergrafik genutzt wurden, werden mit computergestützter 3D-Materie kombiniert. 30 Laser (Femtosekundenultrakurzpulslaser, die computergesteuertes, laserinduziertes Plasma verwenden) erzeugen räumliche, geradezu ätherische Grafiken. Künstlich Geschaffenes wird fühl- und sichtbar. Das Projekt lässt die Grenze zwischen Materie und Gestalt verschmelzen.

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Aurelia 1 + Hz/proto viva sonification https://ars.electronica.art/radicalatoms/de/aurelia1hz/ Mon, 01 Aug 2016 18:06:15 +0000 https://ars.electronica.art/radicalatoms/?p=3048 Honorary Mention Interactive Art+

Robertina Šebjanič, Slavko Glamočanin (SI)

Artist, concept, research & development: Robertina Šebjanič
Programming and tech development: Slavko Glamočanin
Coordination & curating: Natacha Seignolles (DécaLab)
Curating advisor: Annick Bureaud
Consultancy: Alenka Malej, marine biology station Piran
Production: DécaLab and Le Cube—Centre de création numérique, February 2015, Paris

Aurelia 1 + Hz / Proto viva Sonifikation (2015) ist eine interaktive Performance, die das Phänomen der –Kommunikation zwischen Quallen erforscht. Quallen sind einer der wenigen Organismen, die perfekt für die Anthropocene Ära geeignet zu sein scheinen. Bis heute ist noch nicht erforscht wie sie kommunizieren. Die Installation Aurelia 1+Hz/ proto viva generator (2014) thematisiert in Form eines Aquariums mit Audiosystem, die Biopolitik der Lebensverlängerung und die (kybernetische) Koexistenz von Menschen, Tieren und Maschinen. Ein Ortungssystem folgt den Quallen die hier erzeugten Aufnahmen werden zu Sound-Loops als eine neue Klangwelt Partitur gemischt, die sich zu einem eindringlichen Schall- und visuellen Erlebnis zusammenführt. Die Künstler betrachten die Erforschung der Kommunikation als Bedeutend für das Verständnis über unsere Umwelt und Erde.

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Parasitic/Symbiotic https://ars.electronica.art/radicalatoms/de/parasiticsymbiotic/ Mon, 01 Aug 2016 18:00:28 +0000 https://ars.electronica.art/radicalatoms/?p=3045 Award of Distinction Interactive Art+

Ann-Katrin Krenz (DE)

Das Verhältnis von Mensch und Natur scheint aus dem Gleichgewicht zu sein. Der Mensch als ein von Technologien bestimmtes Wesen zerstört die Umwelt, obwohl er von ihrer Existenz abhängt. Die Arbeit Parasitic/Symbiotic beschäftigt sich mit dem Spannungsfeld zwischen Natur und Technik. Eine Fräsmaschine schnitzt das Gedicht Abschied (1810) des Romantikers Joseph von Eichendorff in den Baum und verletzt so seine Struktur. Dies steht im Widerspruch zum Inhalt des Gedichts, in dem es um den romantischen Wunsch des Menschen nach Einheit mit der Natur geht. Das Ergebnis in der kodierten Form des Gedichts bezieht sich zwar auf eine digitale Ästhetik, wird aber auch Teil des lebenden Baumes. Der Schaden am Baum ist gering; die Aktion führt nie zu einer tödlichen Störung des natürlichen Systems. Er lebt und wächst uneingeschränkt weiter und verschmilzt mit dem gefrästen Gedicht, womit das Kunstwerk eins mit der Natur wird.

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Pathfinder-Generative approach for conceptual choreography https://ars.electronica.art/radicalatoms/de/pathfinder-generative-approach-for-conceptual-choreography/ Mon, 01 Aug 2016 17:52:37 +0000 https://ars.electronica.art/radicalatoms/?p=3043

Honorary Mention Interactive Art+

Onformative in collaboration with Christian Loclair (DE)

Pathfinder [Wegbereiter] ist ein Instrument um die choreographische Entwicklung weiter zu treiben. Das Tool generiert und projiziert abstrakte Formen in den Raum, um in dieser digitalen Umgebung den TänzerInnen neue Perspektiven zu eröffnen. Das System erzeugt logische Übergänge zwischen geometrischen Formen. Diese animieren den Benutzer/die BenutzerIn zu einer kontinuierlichen Umwandlung körperlicher Zustände in Bewegung. Der Choreograf/die Choreografin kann bestimmte Parameter einstellen, der genaue Ablauf der Projektion bleibt jedoch offen. Als Neuentwicklung im Bereich Tanz und Choreografie will Pathfinder die kreativen Fähigkeiten einer neuen Generation von digitalen KünstlerInnen, TänzerInnen und ChoreografInnen fördern.

 

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Rhizome https://ars.electronica.art/radicalatoms/de/rhizome-2/ Mon, 01 Aug 2016 17:39:29 +0000 https://ars.electronica.art/radicalatoms/?p=3032 Golden Nica Computer Animation

Boris Labbé (FR)

Regie/Director: Boris Labbé
Animation: Boris Labbé, Loïc Sitti, Wen Fan
Kompostion/Compositing: Boris Labbé, Sami Guellaï
Musik/Music: Aurélio Edler-Copes
Sound Mix: Victor Praud
Produzent/Producer: Ron Dyens
Sacrebleu Productions 2015

Die Arbeit Rhizome von Boris Labbé, einem Filmregisseur und visuellen Künstler aus Madrid, ist eine sehr vielschichtige Animation. Mehr als 2300 Tusche- und Wasserfarben-Zeichnungen bilden die Basis des Films. Labbé mischt komplementäre Techniken mittels der Software After Effects zu einer post-digitalen Malerei, die wie ein visuelles Gedicht anmutet. Rhizome nimmt den/die BetrachterIn mit in eine mikroskopisch kleine Welt, die sich in einem ständigen Wandel befindet. Diese Veränderung steht als Metapher für Evolution, Urbanisierung, Migration und gesellschaftlichen Wandel. Eine akribische ästhetische Forschung mischt sich hier mit gezeichneten analogen Animationen und computergestützter Gruppen-Simulationen zu einem vielschichtigen, aber äußerst stimmigen Universum. Die Musik wurde von Aurélio Edler-Copes komponiert. Die rhythmische Basis bildet das Wort „Rhizome“ als Morse-Code.

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Jller https://ars.electronica.art/radicalatoms/de/rare-earthenware/ Mon, 01 Aug 2016 17:30:27 +0000 https://ars.electronica.art/radicalatoms/?p=3028 Honorary Mention Interactive Art+

Prokop Batoniček (CZ), Benjamin Maus (DE)

Jller ist eine Maschine, die Kieselsteine aus einem Flussbett, jenem der deutschen „Jller“, nach ihrem geologischen Alter sortiert. Der Apparat analysiert die gefundenen Steine automatisch nach Typus und Alter. Geschichte, Herkunft und Weg eines jeden in einem Fluss gefundenen Steins ist spezifisch für den Standort, denn in jedem Fluss weisen die Gesteine eine andere Zusammensetzung auf. Der Fundort dieser Steine wird genau dokumentiert: Die Maschine arbeitet mit einem Bilderkennungssystem, welches die Bilder der Steine verarbeitet und ihren Platz während des Sortierprozesses auf der Plattform ständig verortet. Die Steine werden nach dominanter Farbe, Farbkomposition, strukturellen Merkmalen wie Linien, Schichtungen, Muster, Körnung und Oberflächentextur geordnet. Diese Tätigkeit führt die Maschine in einer Serie beeindruckend choreografierter Bewegungen aus.

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