refugee – Radical Atoms https://ars.electronica.art/radicalatoms/de Ars Electronica Festival 2016 Tue, 28 Jun 2022 13:26:43 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.6 2. HelferInnenkonferenz: ZusammenHelfen in OÖ – Gemeinsam für geflüchtete Menschen https://ars.electronica.art/radicalatoms/de/zusammenhelfen/ Wed, 03 Aug 2016 05:47:29 +0000 https://ars.electronica.art/radicalatoms/?p=2552 Seit 2015 beschäftigt uns das Thema „Flucht“ in Europa in einer nie dagewesenen Form. Kein anderes Thema hat die öffentliche Diskussion so stark geprägt wie „Menschen auf der Flucht“. Auch die Zivilgesellschaft hat in einer noch nie dagewesenen Form Initiative ergriffen und Stärke gezeigt. Nach der erfolgreichen 1. HelferInnenkonferenz in OÖ im März 2016 mit rund 300 BesucherInnen wird diese 2. Konferenz, deren vordergründiges Ziel die Stärkung der Zivilgesellschaft – der freiwillig Engagierten – ist, relevante Themenbereiche aufgreifen. Neben fachlichen Inputs bspw. vom Leiter des UNHCR Österreich und Keynotes des syrischen Bloggers Hussam Eesa (Raqqa is Being Slaughtered Silently) und der Autorin Ingrid Brodnig (Hass im Netz) werden Projekte wie Sharehouse Refugio Berlin, der Blog „In den Dschungel von Calais“ von Hammed Khamis und Habibi&Hawara aus Wien diesen Tag mit inspirierenden und innovativen Ansätzen füllen. Neben der Konferenz wird das OpenLab „ZusammenKommen“ Teil von Global Village sein. Tolle Projekte und Ideen werden während des gesamten Festivals inspirieren und zum Nachmachen anregen.
zusammenhelfen.ooe.gv.at

Teilnahme und Anmeldung: Die Teilnahme an der 2. HelferInnenkonferenz ist kostenlos. Zielgruppe sind freiwillige und hauptamtliche HelferInnen, die geflüchtete Menschen bei ihrer Integration in Oberösterreich unterstützen. Zusätzlich sind auch AsylwerberInnen, die sich freiwillig engagieren oder gemeinnützig tätig sind, herzlich zu einer Teilnahme an der Konferenz eingeladen. Bitte beachten Sie, dass Ihre Anmeldung erst nach telefonischer oder elektronischer Bestätigung von „ZusammenHelfen in Oberösterreich“ gültig ist. Bei Fragen zur Veranstaltung können Sie sich gerne per E-Mail an konferenz@zusammen-helfen.at oder telefonisch unter 0732/ 770 993 wenden.

Programm

09:30-10:30 Einlass und Anmeldung am Infodesk
10:30-10:45 Eröffnung durch Integrations-Landesrat Rudi Anschober und Gerfried Stocker (Künstlerischer Geschäftsführer Ars Electronica Linz)
10:45-12:30 THEMENBLOCK GESELLSCHAFT
10:45-11:20 Europa: Flüchtlingskrise oder Solidaritätskrise?
11:20-11:55 Sharehaus Refugio. Leben und Arbeiten mit Geflüchteten
11:55-12:30 Raqqa is Being Slaughtered Silently. Die Arbeit der Blogger – IS von innen – der Widerstand – Zukunft Syriens
12:30-12:45 Politische Fragen an Landesrat Rudi Anschober
12:45-14:15 Mittagspause
14:15-16:00 THEMENBLOCK ARBEIT
14:15-14:50 Flüchtling ist kein Beruf – Wie Integration in Ausbildung und Beruf gelingen kann.
14:50-15:25 Good Practice: Rosenbauer
15:25-16:00 Das erste Restaurant von Geflüchteten für ÖsterreicherInnen
16:00-16:30 Kaffeepause
16:30-18:15 THEMENBLOCK MEDIEN
16:30-17:05 In den Dschungel von Calais
17:05-17:40 Hass auf Helfer – Wieso gerade im Web so viel Wut sichtbar ist und was wir gegen Hasskommentare tun können.
17:40-18:15 Refugee Phrasebook
18:15-18:30 Abschluss mit Landesrat Rudi Anschober

Alle im Verlauf des Tages gehaltenen Vorträge werden durch DolmetscherInnen simultan ins Deutsche bzw. Englische übersetzt.

Europa: Flüchtlingskrise oder Solidaritätskrise?

Flüchtlinge haben über die letzten Monate in Österreich die öffentliche Diskussion wie kein anderes Thema geprägt. Bei vielen Menschen ist der Eindruck entstanden, dass alle Flüchtlinge nach Europa wollen. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Von über 65 Millionen Vertriebenen überquerten 2015 rund eine Million das Mittelmeer in Richtung Europa. Obwohl seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr so viele Flüchtlinge nach Europa gekommen sind, macht das nicht mehr als 0,2 Prozent der EU-Bevölkerung aus.

Christoph Pinter, Leiter von UNHCR Österreich
Christoph Pinter ist Jurist und seit 2011 Leiter des UNHCR Österreich. Seit 2004 ist er zudem Lehrbeauftragter an der Karl-Franzens-Universität Graz für die Lehrveranstaltung „Flüchtlings- und Asylrecht – die ‚Grazer Refugee Law Clinic‘“.

Sharehaus Refugio. Leben und Arbeiten mit Geflüchteten

Wie kann jeder Mensch seine oder ihre guten Talente und Fähigkeiten aufblühen lassen, und wie lebt man das in wertschätzender Gemeinschaft, in der jeder Mensch gleich wichtig ist? Die Welt erlebt Krieg, Hass, Gier und Neid, dabei kann für alle genug da sein, wenn man wirklich teilt und sich mit anderen Menschen nicht vergleichen muss, denn jeder Mensch ist einzigartig. Aus dieser Idee entstand in Südafrika das Sharehaus, ein Ort der Zuflucht, Gemeinschaft und Erneuerung, der überall auf der Welt sein kann. Seit 2015 gibt es das Sharehaus Refugio in Berlin, in dem 40 Einheimische und Geflüchtete zusammen arbeiten und wohnen und echte Integration vorleben. Sie betreiben ein Cafe zusammen, bieten Catering an, Veranstaltungen und ein Sprachcafe, und schaffen einen Raum, in dem sich Geflüchtete und Einheimische begegnen können. Das Refugio wird zur Blaupause für viele andere Sharehäuser, ganz gleich wo Menschen zusammenkommen.

Sven Lager und Elke Naters
Sven Lager und Elke Naters, beide Schriftsteller, die mit ihren Kindern lange in Thailand und Südafrika gelebt und die Idee zum Sharehaus entwickelt haben. Seit Sommer 2014 haben sie mit der Berliner Stadtmission das Sharehaus Berlin gestartet und 2015 das Refugio.

Raqqa is Being Slaughtered Silently. Die Arbeit der Blogger – IS von innen – der Widerstand – Zukunft Syriens

Die syrische Stadt Raqqa gilt als die Hochburg der Terrororganisation „Islamischer Staat“. Es gibt keine unabhängige Berichterstattung aus dem besetzten Gebiet – abgesehen von einer Gruppe Aktivisten, die die Internetplattform „Raqqa is Being Slaughtered Silently“ (deutsch: „Raqqa wird im Stillen ermordet“) gründeten. Unter ständigen Todesdrohungen filmen sie mit versteckter Kamera und berichten über die Gräuel, die im Krieg in Syrien von IS-Terroristen und der freien syrischen Armee verübt werden.

Hussam Eesa
Hussam Eesa ist einer der Gründer der Gruppe „Raqqa is Being Slaughtered Silently“. Für ihre Arbeit wurden die Aktivisten bereits mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem bedeutenden „International Press Freedom Award“ des Komitees zum Schutz von Journalisten.

Flüchtling ist kein Beruf – Wie Integration in Ausbildung und Beruf gelingen kann

Auf der Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung verlassen Menschen ihr Heimatland und suchen Schutz und Perspektiven in Europa. Eine erfolgreiche Arbeitsmarktintegration bildet die Grundlage einer gesellschaftlichen Integration, dient der Sicherung des Lebensunterhalts und erhöht die Akzeptanz von Flüchtlingen bei der einheimischen Bevölkerung. Eine fehlende Arbeitsmarktintegration wirft gesellschaftliche und wirtschaftliche Probleme auf. Daher müssen Fluchtmigranten/-innen zügig zu Bildung, Ausbildung und Arbeit befähigt werden.

Carola Burkert, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Nürnberg, Deutschland
Carola Burkert studierte Sozialwissenschaften in Nürnberg und in Bath (UK) und promovierte am Lehrstuhl für Statistik und empirische Wirtschaftsforschung der Universität Erlangen-Nürnberg. Seit 2005 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im IAB.

Good Practice: Rosenbauer

Rosenbauer ist weltweit als führender Hersteller für Feuerwehrtechnik im abwehrenden Brand- und Katastrophenschutz bekannt. Zusätzlich zum Dienst an Feuerwehren engagiert sich das Familienunternehmen für geflüchtete Menschen und bietet somit eine spannende Perspektive am oberösterreichischen Arbeitsmarkt.

Markus Wieshofer
Markus Wieshofer ist Geschäftsführer von Rosenbauer Österreich.

Das erste Restaurant von Geflüchteten für ÖsterreicherInnen

Arabische Gastfreundschaft trifft auf Wiener Schmäh, orientalische Küche auf österreichische Kulinarik. Das Restaurant „Habibi & Hawara“ bietet geflüchteten Menschen die Möglichkeit, von Bittstellern zu fair bezahlten Angestellten und im weiteren Schritt zu selbständigen UnternehmerInnen. Unter der Leitung erfahrener Entrepreneure und Gastronomen betreibt ein Team aus Geflüchteten gemeinsam mit österreichischen KollegInnen ein Restaurant im Herzen von Wien.

Martin Rohla
Der Biobauer und Unternehmer Martin Rohla ist Mitinitiator des Restaurants „Habibi & Hawara“.

In den Dschungel von Calais

Seit 2012 wächst das autonome Flüchtlingscamp in Calais stetig und bietet derzeit circa 4.000 Geflüchteten einen Unterschlupf. Sie versuchen von dort aus, nach Großbritannien zu kommen und riskieren bei der Weiterreise – mit Sprüngen auf Züge oder bei LKW-Überfahrten – tagtäglich ihr Leben. Hammed Khamis ist Autor und Streetworker in Deutschland und reiste im Sommer 2015 für 12 Tage in die französische Stadt, um effektive Hilfe zu leisten. Er erfuhr am eigenen Leib, was es heißt, Flüchtling zu sein, sich durch das Leben zu kämpfen und nicht gebilligt zu werden. Die zahlreichen Erlebnisse und Begegnungen hält er in seinem Blog “In den Dschungel von Calais“ im Online-Magazin seinsart fest. Für seine Arbeit ist er in der Kategorie Information für den Grimme Online Award 2016 nominiert.

Hammed Khamis
Hammed Khamis ist Streetworker und Autor aus Berlin.

Hass auf Helfer – Wieso gerade im Web so viel Wut sichtbar ist und was wir gegen Hasskommentare tun können.

Wir leben in zornigen Zeiten. Dies merken ganz speziell jene Menschen, die Flüchtlingen helfen. Sie ernten oftmals Häme, Hass und Hetze. Sie werden mit Worten wie “Gutmensch” oder “Bahnhofsklatscher” bedacht, erhalten wütende oder gar bedrohliche Kommentare. Warum ist diese Aggression gerade im Netz so stark sichtbar? Welche menschlichen und technischen Faktoren führen dazu, dass gerade auf den sozialen Medien das Diskussionsklima so rau ist? Und vor allem: Was können wir dagegen tun? Der Impulsvortrag wird wichtige Mechanismen erklären, die die Wut im Web befördern und darüber hinaus auch Reaktionsmöglichkeiten vorstellen, wie man auf aggressive Postings reagieren kann. Denn eines ist wichtig: Jeder und jede einzelne kann etwas dazu beitragen, dass im Netz auch Respekt und Empathie sichtbarer werden.

Ingrid Brodnig
Ingrid Brodnig ist Autorin des Buchs “Hass im Netz. Was wir gegen Hetze, Mobbing und Lügen tun können” (erschienen 2016 im Brandstätter-Verlag). Sie arbeitet als Medienredakteurin des österreichischen Nachrichtenmagazin profil und ist auf digitale Themen spezialisiert. Ihre Arbeit wurde mit mehreren Auszeichnungen versehen, unter anderem dem Spitze-Feder-Förderpreis und dem EU Young Journalist Award.

Refugee Phrasebook

Das Refugee Phrasebook ist ein offenes, gemeinschaftliches Projekt, um Flüchtlingen, HelferInnen und BürgerInnen ortsunabhängig zur Verfügung zu stellen. Er sammelt wichtige Phrasen aus verschiedenen Bereichen und ermutigt GestalterInnen und ExpertInnen dessen Inhalt zu verbessern. Innerhalb eines globalen Netzwerks von freiwilligen ÜbersetzerInnen, RedakteurInnen, DesignerInnen, Druckereien, Verlagen, RechtsanwältInnen, ÄrztInnen usw. und Partnerinstitutionen in Deutschland, Griechenland und den Niederlanden entwickeln wir nachhaltige Kommunikationstools, um nützliche Phrasen, Icons, Links sowie wichtige Information im Sinne einer offenen Kultur zu teilen. Alle Materialien passen sich an die lokalen Bedürfnisse an und werden mittels offener Lizenzen verteilt, um die Kommunikation zwischen Flüchtlingen, Bürgern und Helfern in ganz Europa und weltweit zu fördern.

Paul Feigelfeld
Paul Feigelfeld ist derzeit akademischer Koordinator des Forschungslabors für Digitale Kulturen am Zentrum für Digitale Kulturen an der Leuphana Universität Lüneburg. Neben seiner akademischen Arbeit ist er als Schriftsteller, Übersetzer und Redakteur sowie als freier Kurator und Berater für Kunstinstitutionen und Universitäten tätig.

Caoimhe Gallagher
Im August 2015 engagierte sich Caoimhe Gallagher erstmals als Freiwillige für das Refugee Phrasebook, als sie  Benachrichtigungen und Phrasen in Zusammenhang mit Landminen entlang der Serbo-Kroatischen Grenze zusammenstellte, um Flüchtlinge zu schützen. Seitdem ist sie Mitglied des Ausschusses, der das Flüchtlings-Sprachführer Projekt betreibt.

Sessions

Parallel zum Rahmenprogramm können KonferenzteilnehmerInnen an je einer Session teilnehmen. Die Auswahl erfolgt im Zuge der Anmeldung nach bevorzugten Prioritäten.

14:00-15:45 Die Rolle von Freiwilligen im Sprachlernprozess von AsylwerberInnen
14:00-15:45 Hilfe zum Wohnen ist Hilfe zum Bleiben – Wohnungssuche für AsylwerberInnen und anerkannte Flüchtlinge
14:00-15:45 Diversity. Umgang mit Vielfalt
16:15-18:00 Argumentationstraining
16:15-18:00 Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten von AsylwerberInnen und anerkannten Flüchtlingen
16:15-18:00 Integration in OÖ

Die Rolle von Freiwilligen im Sprachlernprozess von AsylwerberInnen

Flüchtlinge brauchen Sprache. Die meisten von ihnen würden sehr gern rasch jede Gelegenheit ergreifen, Deutsch zu lernen – bis sie aber Zugang zu einem Sprachkurs erhalten, vergeht oftmals viel Zeit. Hier kommen die vielen freiwilligen FlüchtlingshelferInnen ins Spiel, die auch sprachlich weiterhelfen wollen. Nur was können sie hier – ohne Unterricht zu imitieren – sinnvoll leisten? Und was hilft ihnen dabei, ihre eigene Rolle im Sprachlernprozess von AsylwerberInnen zu finden?

Hilfe zum Wohnen ist Hilfe zum Bleiben – Wohnungssuche für AsylwerberInnen und anerkannte Flüchtlinge

Eine gesicherte Wohnumgebung ist eine wichtige Grundlage für gelingende Integration. Welche Möglichkeiten gibt es für AsylwerberInnen und -berechtigte eine Wohnung zu erhalten und welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden? Worauf ist bei der Wohnungssuche zu achten? In sehr praxisbezogener Weise widmen wir uns diesen und weiteren Fragestellungen rund um das Thema Wohnen.

Martina Hofer
Martina Hofer ist diplomierte Sozialarbeiterin und arbeitet seit 2008 beim Verein Wohnplattform in der mobilen Wohnbetreuung.

Oliver Jungwirth
Oliver Jungwirth studierte an der FH OÖ, Campus Linz, Soziale Dienstleistungen. Seit 2009 ist er beim Verein Wohnplattform in der Delogierungsprävention tätig und zusätzlich seit Dezember 2013 für das Gemeinwesenprojekt „Ansfelden Miteinander“ zuständig.

Diversity. Umgang mit Vielfalt

Im Zentrum stehen die Themen Identität, Vielfalt, Fremdzuschreibungen und Diskriminierung auf individueller Ebene. Es werden Unterschiede thematisiert, eigene und fremde Vorurteile reflektiert und Strategien im Umgang mit Vielfalt erarbeitet.

Lilian Levai
Lilian Levai studierte Afrikawissenschaften und spezialisierte sich dabei auf Rassismusforschung und im Rahmen ihrer Diplomarbeit auf die Einsetzbarkeit von Literatur in der Anti-Rassismus-Arbeit. Neben ihrer Arbeit in der ZARA-Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus setzt sie ihr Jusstudium fort.

Argumentationstraining

Es werden wirkungsvolle Antworten im Umgang mit diskriminierenden und rassistischen Äußerungen erarbeitet und Argumentationsstrategien im Falle von verbalen Konflikten oder populistischen Parolen ausprobiert.

Mishela Ivanova
Ist Psychologin, Pädagogin, Trainerin, Mediatorin und Coach. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Innsbruck beschäftigt sie sich seit langem mit den Themen Rassismus und Diskriminierung und deren Auswirkungen. Seit 2003 ist sie in der Integrations- und Flüchtlingsarbeit tätig.

Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten von AsylwerberInnen und anerkannten Flüchtlingen

Arbeitsmöglichkeiten für AsylwerberInnen sowie zukünftige Veränderungen und Angebote des Arbeitsmarktservice OÖ (z.B. Beratungsprojekte,Deutschkurse, Berufspraktischer Kompetenzcheck, Beschäftigungsförderung) bilden die Schwerpunkte dieser Session.

Sefa Yetkin
Sefa Yetkin ist Migrationsbeauftragter des AMS OÖ

Integration in OÖ

Die Integration tausender geflüchteter Menschen ist eine große Herausforderung. Ihr Gelingen entscheidet darüber, dass aus der Fluchtbewegung  eine Chance für Oberösterreich und seine Menschen entsteht. Es wird jedenfalls eine große Aufgabe für mindestens ein Jahrzehnt. In dieser Session zeigt Renate Müller, wie Integration vor Ort gestaltet werden kann –  unter besonderer Berücksichtigung von AsylwerberInnen. Integrations-Landesrat Rudi Anschober erläutert, wie eine umfassende Integrationsoffensive in Oberösterreich ermöglicht werden kann, und er gibt Einblicke in den aktuellen Stand des Masterplans Integration. Als dritter Part der Session wird in Gruppen an den Säulen dieses Masterplans gearbeitet.

Renate Müller
Renate Müller ist Leiterin der Integrationsstelle des Landes OÖ

Rudi Anschober
Integrations-Landesrat Oberösterreich

Führungen

Während der Mittagspause werden für die TeilnehmerInnen der Konferenz (kostenlose) Führungen durch das Ars Electronica Festival angeboten. Bei Interesse bitten wir um Anmeldung im Rahmen des Anmeldeformulars zur Konferenz.

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Transit https://ars.electronica.art/radicalatoms/de/transit/ Tue, 02 Aug 2016 11:41:38 +0000 https://ars.electronica.art/radicalatoms/?p=2903 Kazuhiko Washio (JP)

Tausende Menschen, ein überfüllter Bahnhof und ein Fotograf mittendrin: Kazuhiko Washios künstlerischer Zugang zu der Flüchtlingsbewegung des letzten Sommers ist ein sehr persönlicher. Selbst am Wiener Westbahnhof als Passagier, wartete er Seite an Seite mit flüchtenden Menschen auf den Zug. Was also unterscheidet ihn von all den anderen Reisenden? Äußerlich nicht viel, meint der Künstler, den die Szenen von spielenden Kindern und gemeinsamem Essen an den Alltag mit seiner Familie erinnerten. Ars Electronica zeigt Fotografien, die bei diesen persönlichen Begegnungen entstanden sind.

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Menschen auf der Flucht https://ars.electronica.art/radicalatoms/de/people-fleeing/ Tue, 02 Aug 2016 11:00:54 +0000 https://ars.electronica.art/radicalatoms/?p=3218 Werner Dedl (AT), Volker Weihbold (AT)

Die oberösterreichischen Fotografen Werner Dedl und Volker Weihbold waren während der Fluchtbewegung viel unterwegs: Bei Bahnhöfen und Quartieren, bei Begegnungsfesten und in der Krisenregion in Jordanien. Sie haben Menschen fotografiert, die gerade die gefährliche Flucht nach Europa geschafft haben, ermüdet aber erleichtert sind, die in Schulen im Flüchtlingslager einer Normalität nachlaufen; die Tage und Nächte geopfert haben, um Durchreisende am Bahnhof mit dem Nötigsten zu versorgen. Diese Bilder zeigen eine Wahrheit abseits oft polemisch geführter öffentlicher Debatten. Sie zeigen die Menschen, und sie zeigen das Miteinander, das  in Oberösterreich tagtäglich tausende Menschen leben. Die Exponate werden Anfang Oktober für einen guten Zweck versteigert, Details auf anschober.at

Initiator: Integrations-Landesrat Rudi Anschober
Fotografen: Werner Dedl und Volker Weihbold

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Just Before Paradise https://ars.electronica.art/radicalatoms/de/just-before-paradise/ Mon, 01 Aug 2016 12:39:36 +0000 https://ars.electronica.art/radicalatoms/?p=2019 Eine Gruppe Flüchtender steht hüfthoch in dunklem Wasser. Die Wellen rollen an die Küste, und die Männer wirken, als würden sie ein ruhiges Lied singen. Just Before Paradise setzt sich mit unfreiwilliger Migration und Fluchtbewegungen in der digitalisierten Welt auseinander. Die heutige Migration unterscheidet sich deutlich von den früheren: Sie passiert viel öffentlicher. Indem die Dinge in Echtzeit erlebt werden können, steigt die Angst, selbst eines Tages in der Position von Flüchtenden zu sein. Cengiz Tekin zeichnet in seinem Video auch hoffnungsvolle Bilder: Demnach erscheint die herrschende Stille eher als eine Überlebensstrategie gegen traumatische Erlebnisse denn als Resignation.

Courtesy of the artist and Pilot Gallery (Istanbul)

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Experts Tour: Fremde Freunde – Global Village https://ars.electronica.art/radicalatoms/de/experts-tour-fremde-freunde/ Fri, 29 Jul 2016 08:21:44 +0000 https://ars.electronica.art/radicalatoms/?p=2802 Joan Bairam (SY)

Joan Bairam führt durch Projekte in der POSTCITY die von Flüchtlingen realisiert wurden oder sich mit dem international relevanten Thema Flucht und unfreiwilligem Verlassen der Heimat beschäftigen. Vor allem die gesellschaftliche Dimension von Zusammenleben, Neufindung und Identifikation sowie deren Aufarbeitung in künstlerischen und dokumentarischen Projekten stehen bei dieser Führung im Zentrum.

Infos

Treffpunkt: POSTCITY
Dauer: 1,5 Stunden
Sprache: Do 8.9.2016 Englisch / SO 11.9.2016 Deutsch
Kosten: 16 € / ermäßigt 12 €

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