handwriting – Artificial Intelligence https://ars.electronica.art/ai/de Ars Electronica Festival 2017 Tue, 28 Jun 2022 13:43:24 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.6 Asemic Languages https://ars.electronica.art/ai/de/asemic-languages/ Fri, 18 Aug 2017 07:11:06 +0000 https://ars.electronica.art/ai/?p=1702

So Kanno (JP), Takahiro Yamaguchi (JP)

Schrift ist ein Mittel der visuellen Kommunikation und dient zur Aufzeichnung der Sprache. Zivilisationen auf der ganzen Welt haben verschiedenen Schriftzeichen und Buchstaben entwickelt, die ihre Kultur und Geschichte darstellen. “Asemic Writing” bezeichnet Schreiben ohne wörtliche Bedeutung, Buchstaben ohne Sinn.

Für Asemic Languages wurden durch künstliche Intelligenz Buchstaben geschaffen, die keine Bedeutung haben; nur Formen und Linien, die wie Schriftzeichen aussehen. Das Projekt fokussiert sich allein auf die Form der Buchstaben, nicht auf deren Bedeutung. Für die Entwicklung dieser einzigartigen Schrift wurden handschriftlich verfasste Aussagen von zehn internationalen KünstlerInnen zusammengetragen. Durch das Erlernen unterschiedlicher Handschriften in verschiedenen Sprachen sammelte die künstliche Intelligenz Informationen über die Formen jedes Zeichensystems und die Eigenheiten der VerfasserInnen. Die Textzeilen sind dabei trügerisch und sehen aus, als ob sie eine wichtige Bedeutung hätten.

Die Arbeit wurde erstmals auf der Aichi Triennale 2016, eines der größten internationalen Kunstfestivals Japans, vorgestellt.

Credits

Programmierung: Hironori Sakamoto

Unterstützt von Nihon Unisys, Ltd., Haps

Gesponsort von Japan Media Arts Festival and Bunkacho – Agency for Cultural Affairs, Government of Japan

Handschriften von: Valsan Koorma Kolleri, Lai Chih-sheng, Gulnara Kasmalieva & Muratbek Djumaliev, Kio Griffith, Ali Cherri, Taloi Havini, Song Sanghee, Shreyas Karle, Kawayan De Guia, Uudam Tran Nguyen

]]>
(author)rise https://ars.electronica.art/ai/de/author-rise/ Thu, 17 Aug 2017 14:03:55 +0000 https://ars.electronica.art/ai/?p=1668

Harshit Agrawal (IN), Junichi Yamaoka (JP), Yasuaki Kakehi (JP)

In unzähligen Alltagstätigkeiten setzen wir maschinelle Intelligenz anstatt unserer eigenen ein, ohne darüber nachzudenken, wie sich dies auf die Urheberschaft unserer Gedanken und Tätigkeiten auswirkt. Mit author(rise) untersuchen die Künstler, wie sich diese Beziehung verändert, wenn sich der Austausch von der mentalen auf die physische Ebene verschiebt. Sie entwickelten ein handschriftliches System, in dem die Hand als Ersatz für die künstliche Intelligenz Gedanken notiert.

Die Spitze des Stiftes wird von einem Magneten auf einem unter dem Papier versteckten Plotter angezogen. Eine Person beginnt zu schreiben, doch bald übernimmt die Maschine die Kontrolle über die Bewegungen des Stiftes. Die künstliche Intelligenz lernte anhand einer großen Menge an philosophischen Texten und Handschriften den Magneten so zu bewegen, dass ein kontinuierlicher Schriftverlauf entsteht. Wie fühlt es sich an, wenn unsere Hand gedankenlos auf dem Papier hin- und hergeführt wird und nur ab und zu Sinnvolles schreibt? Wenn künstliche Intelligenz als Autorin des täglichen Lebens uns von unterhalb der Oberfläche lenkt? Wie wirkt sich diese Erfahrung auf unser Verständnis des Verhältnisses von Autorschaft und Autorisierung aus, angesichts der Tatsache, daß die Verfügbarkeit maschineller Intelligenz zunimmt?

]]>