machine – Artificial Intelligence https://ars.electronica.art/ai/de Ars Electronica Festival 2017 Tue, 28 Jun 2022 13:43:24 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.6 Mimus: Coming face-to-face with our companion species https://ars.electronica.art/ai/de/mimus-companion-species/ Tue, 15 Aug 2017 16:58:09 +0000 https://ars.electronica.art/ai/?p=1288

Madeline Gannon (US)

Mimus ist ein gigantischer Industrieroboter, der große Neugierde an seiner Umgebung und der Welt und hat. Im Unterschied zu herkömmlichen Industrierobotern, die vorprogrammierte Bewegungen ausführen, verfügt Mimus über die Autonomie, frei umherzustreifen. An der Decke installierte Sensoren fungieren als Augen, die jede Bewegung der BetrachterInnen in ihrem Umfeld erfassen. Erweckt jemand das Interesse von Mimus, nähert sie sich der Person, um sie genauer in Augenschein zu nehmen und ihr zu folgen. Geduld ist nicht gerade ihre Stärke – bleibt die Person zu lange stehen, langweilt sie sich und sieht sich nach jemand anderem um.

Unsere interaktive Installation thematisiert die weit verbreitete gesellschaftliche Angst, dass Roboter Menschen die Arbeit wegnehmen werden. Beim Weltwirtschaftsforum wurde prognostiziert, dass Roboter in den kommenden fünf Jahren fünf Millionen Jobs übernehmen werden. Wir haben optimistischere Zukunftsvorstellungen und glauben, dass Roboter Menschen nicht ersetzen, sondern vielmehr fördern und ergänzen. Im Allgemeinen sind Roboter wie Mimus von den Menschen völlig abgesondert und erledigen eintönige Aufgaben am Fließband. Mit Mimus zeigen wir, wie die Integration ausgeklügelter Software in branchenüblicher Hardware unsere Beziehung zu diesen komplexen und oft gefährlichen Maschinen von Grund auf neu definieren kann. Wir zeigen eine Zukunft, in der Roboter nicht als Gegner des Menschen betrachtet werden und autonome Maschinen wie Mimus zu Gefährten werden, die eine friedvolle Koexistenz mit uns auf diesem Planeten führen.

Industrieroboter bilden die Grundlage der robotischen Infrastruktur und haben sich in den vergangenen 50 Jahren kaum verändert. Mit Mimus präsentieren wir das bislang ungenutzte Potenzial dieser altvertrauten industriellen Technologie, mit und nicht gegen Menschen zu arbeiten. Unsere Software demonstriert, wie kleine strategische Veränderungen eines Automatisierungssystems ein tonnenschweres Maschinenungeheuer dazu bringen können, seinen Platz am Fließband, wo es z.B. mit Punktschweißen im Fahrzeugbau beschäftigt ist, zu verlassen, um neugierig und lebhaft wie ein junger Hund einem Kind in einem Museum nachzulaufen. Wir hoffen, zeigen zu können, dass trotz unserer kollektiven Ängste vor Robotern auch Potenzial für Empathie und Freundschaft zwischen Mensch und Maschine besteht.

Credits

Madeline Gannon ist Gründerin und leitende Forscherin des ATONATON-Entwicklungsteams: Madeline Gannon, Julian Sandoval, Kevyn McPhail, Ben Snell
Unterstützt von: Autodesk, ABB Robotics, and The Studio for Creative lnquiry

Über die Künstlerin

Madeline Gannon (US) ist eine Designerin mit interdisziplinärem Ansatz, die an der Schnittstelle von Kunst und Technologie arbeitet. Sie leitet das Forschungslabor ATONATON, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Kommunikation mit Maschinen zu optimieren. Gannon designt und implementiert innovative Instrumente, mit denen die Zukunft digitaler Fabrikation erforscht wird. In ihren Arbeiten verbindet sie Kenntnisse aus Design, Robotik und Mensch-Computer-Interaktion, um Innovationen an den Rändern digitaler Kreativität zu schaffen. Derzeit schließt sie das Studium Computational Design an der Carnegie Mellon University ab, wo sie Techniken für digitales Design und die Herstellung von Wearables am und um den Körper entwickelt.

Lesen Sie mehr auf: starts-prize.aec.at.

This project is presented in the framework of the STARTS Prize 2017. STARTS Prize received funding from the European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme under grant agreement No 732019.

eulogos2017

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Hanging Drawbot https://ars.electronica.art/ai/de/hanging-drawbot/ Mon, 14 Aug 2017 12:14:26 +0000 https://ars.electronica.art/ai/?p=1110

Markus Gütlien (DE)

Hanging Drawbot ist ein Zeichenroboter, der Linien autark und algorithmisch zeichnet. Die BetrachterInnen können mit der Maschine interagieren und dadurch ihre Bewegungen beeinflussen. Idealerweise lässt diese Symbiose aus Zufall, Maschine und Mensch Kunst durch Kooperation entstehen.

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Modular Rhythm Machine https://ars.electronica.art/ai/de/modular-rhythm-machine/ Sun, 13 Aug 2017 20:50:36 +0000 https://ars.electronica.art/ai/?p=1007

Nicolas Kisic Aguirre (PE)

Die Bedeutung von Klang und Rhythmus zeigt sich in Militärmärschen, Protesten, feierlichen Kundgebungen oder spirituellen Ritualen. Diese wechselseitige Beziehung zwischen Macht und Verstärkung beziehungsweise Multiplikation von Klang und Rhythmus war ausschlaggebend für die Entwicklung der Modular Rhythm Machine, die diese Themen entdeckt und erforscht. Sie ist ein Werkzeug, um die Bedeutung und die Kraft von rhythmischen Mustern, Synchronizität, Synkopen und Chaos hervorzuheben.

Die Modular Rhythm Machine besteht aktuell aus 36 Modulen. Jedes ist sowohl als modulares Bauteil als auch als selbstspielende, hölzerne Kastentrommel konzipiert. Die Module sind jeweils mit einem Servomotor ausgestattet, der an einem Stock befestigt ist, sowie mit einem Ultraschallsensor, der erkennt, wenn sich Menschen in der Nähe befinden. Das Baukastenprinzip, die Modularität der Maschine ermöglichen ihre flexible Form, Größe und Konstruktion.

Dieses Projekt wird gefördert von dem MIT Council for the Arts und dem MIT Program in Art, Culture and Technology.

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The Unintelligent Machine https://ars.electronica.art/ai/de/unintelligent-machine/ Tue, 08 Aug 2017 21:35:14 +0000 https://ars.electronica.art/ai/?p=3912

Jugendbegegnungsprojekt 2017

Joseph Herscher (NZ), u19 – CREATE YOUR WORLD (AT), c3 (HU), mb21 (DE), bugnplay (CH)

Das Jugendbegegnungsprojekt ist ein Workshop, der über den gesamten Festivalzeitraum mit einer internationalen Gruppe Jugendlichen in der POSTCITY stattfindet. Die Jugendlichen werden von u19 – CREATE YOUR WORLD und von unseren Partnerorganisationen im Ausland c3 (HU), mb21 (DE) und bugnplay (CH) ausgewählt. Und in diesem Jahr sind auch TeilnehmerInnen vom ArtTechLab Amsterdam neu dabei.

Sie alle sind junge ExpertInnen in ihren speziellen Bereichen, ob das nun das Löten, Schrauben, Programmieren, Entwerfen, Texten, Konzipieren oder einfach das Ausmalen ist, zusammen ergeben sie eine gute Mischung an „Know How“.

Joseph Herscher ist der Künstler, der gemeinsam mit den Jugendlichen die Sprache der sogenannten „Unintelligent Machine“ entwickeln wird. Dabei begeben sich die Jugendlichen auf eine Forschungsreise in die Intelligenz einer Maschine, auf unterschiedliche Ebenen stellen sie Fragen wie: was macht die Maschine und warum? Kann man hier überhaupt von Intelligenz sprechen? Wie kann ich Folgen erkennen und die Wirksamkeit von Eingriffen in komplexe aufeinander wirkende Systeme? Und die Antwort und zugleich die Methode ist ganz einfach und lässt sich mit einem Wort erklären: Ausprobieren! Indem man Prozesse sichtbar macht und Mechanismen bis zur scheinbaren Belanglosigkeit treibt, können die Jugendlichen mit einer offenen Herangehensweise (open mind), auch die Frage stellen: muss es immer der direkte Lösungsweg sein, können Umwege nicht sogar einen Wert an sich darstellen und Quelle für andere Lösungen sein?

Die Hauptaufgabe der Jugendlichen ist es, eine Maschine zu bauen, die aus Alltagsgegenständen besteht. Mit dem Festivalthema „Artificial Intelligence“ und dem diesjährigen Fokus von u19 – CREATE YOUR WORLD „Perspektiven“, widmet sich die Gruppe der „unintelligent Machine“ …

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Neurotransmitter 3000 https://ars.electronica.art/ai/de/neurotransmitter-3000/ Tue, 08 Aug 2017 20:27:02 +0000 https://ars.electronica.art/ai/?p=2316

Daniel de Bruin (NL)

Selbst Teil der Dinge zu werden, die er erschafft – das ist das erklärte Ziel des Künstlers und Designers Daniel de Bruin. Mit Neurotransmitter 3000 ist ihm das gelungen: ein 7 Meter hoher Arm, in dem er sich selbst herumschwingen lassen kann.

Dazu werden Herzfrequenz, Muskelspannung, Körpertemperatur, Orientierung und Schwerkraft des Künstlers gemessen und in Bewegungen der Maschine übersetzt. Der Neurotransmitter und der Körper des Künstlers treten in Interaktion und reagieren wechselseitig aufeinander. Die erste Projektphase entstand im Zuge seines Studienabschlusses an der HKU Kunsthochschule Utrecht 2015. Seitdem arbeitet Daniel de Bruin daran, die Steuerung der Maschine durch biometrische Daten zu verfeinern.

Credits

Supported by STRP Biënnale (NL)
With the help of Bas Bakx and Pim Keunen

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Digital Musics & Sound Art – Acoustic Additive Synthesizer https://ars.electronica.art/ai/de/acoustic-additive-synthesizer/ Tue, 08 Aug 2017 09:05:30 +0000 https://ars.electronica.art/ai/?p=3311

Krzysztof Cybulski (PL)

Der Acoustic Additive Synthesizer (AAS) ist ein interaktives Objekt und Instrument, das die Prinzipien einer Orgel aufgreift. Tonhöhe und Lautstärke werden hier allerdings vom Computer gesteuert: Jede der sieben Pfeifen verfügt über einen motorisierten Kolben, der die Tonhöhe kontinuierlich verändert, und über ein Ventil, das die Lautstärke variiert.

Um mit dem AAS zu interagieren, muss man lediglich in das Mikrofon sprechen (oder singen). Die Maschine „hört zu“ und wiederholt die Geräusche in Form organischer, quasi-synthetischer Klänge. Sie kann die menschliche Stimme zwar nicht völlig gleich und verständlich resynthetisieren, aber der Zusammenhang zwischen Input und Output ist deutlich zu erkennen. Der AAS ist ein vielseitiger „Performer“, der mit einer reichhaltigen Klangpalette, aber auch einer eigenwilligen Persönlichkeit ausgestattet ist.

Handlungsanweisung: Benutzen Sie das Mikrofon um den AAS mit Ihrer eigenen Stimme zu steuern.

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Hello Machine—Hello Human https://ars.electronica.art/ai/de/hello-machine-hello-human/ Tue, 08 Aug 2017 03:30:27 +0000 https://ars.electronica.art/ai/?p=1932

Rachel Hanlon (AU)

Hello …? Can you talk to me …? Wenn Technologien obsolet werden, verändert sich auch unsere Beziehungen zu ihnen. Was sich aber nie ändert, ist unser Bedürfnis, in Kontakt mit Anderen zu sein und unser Leben zu teilen. Aber was, wenn niemand am anderen Ende der Leitung ist? Wer hört uns dann zu?

Künstliche Intelligenz sorgt jetzt dafür, dass immer jemand da ist! Damit hat eine Art Sprach-Rennen begonnen: Zunächst gab es interaktive Anrufbeantworter und nun Interfaces, die natürliche Sprache verwenden – sie sind unsere neuen „Sprach-Webstühle“. Heutzutage verändert die „Stimmen mit einem Lächeln“ die Art und Weise, wie wir mit unseren Telefonen interagieren. Siri, Alexa, Bibxy, Cortana und Google Assistant (sollen wir sie GAbby nennen?) – sie alle buhlen um unsere Aufmerksamkeit, aber wie werden die Beziehungen zu diesen Mädchen/Jungen-für-alles wohl enden? Hello Machine – Hello Human zeigt die spielerischen Momente in der Interaktion zwischen Mensch und Maschine und versucht in Kontakt zu treten, indem sie diese Beziehung auf den Kopf stellt: Was können Menschen für die Maschine tun?

Hello Machines sind über die ganze Welt verstreut, an ständig wechselnden Orten und Zeitzonen. Wenn man den Hörer abnimmt, dann klingelt es bei den anderen Hello Machines, sodass spontane Stimm-Besuche möglich werden. Sie bieten die Gelegenheit, mit den reanimierten, technisch obsoleten Telefonsystemen zu interagieren, dabei aber die aktuellen Fortschritte in der Telefonie zu nutzen. Diese Maschinen wollen einen Dialog herstellen zwischen den ursprünglichen Ideen hinter den Technologien und dem, was die „Dingheit“ dieser Geräte ausmacht, indem sie den historischen und gesellschaftlichen Inhalt aufdecken, der Spuren unserer Identität enthält.

Credits

This project has been assisted by the Australian Government through the Australia Council, its arts funding and advisory body.

Hello Machine—Hello Human wurde im Kontext des Ars Electronica Futurelab entwickelt und ist Teil von Rachel Hanlon’s PhD Research an der Deakin University, Australia.

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iOTA https://ars.electronica.art/ai/de/iota/ Sun, 06 Aug 2017 08:55:15 +0000 https://ars.electronica.art/ai/?p=2125

OUCHHH X AUDIOFIL feat. MASOM (TR/CA)

Können Maschinen den Menschen komplett ersetzen? Oder bedarf es lediglich der richtigen Kombination aus menschlicher und künstlicher Intelligenz – einer hybriden Intelligenz?

Diese Echtzeit-Performance verwandelt die Bühne in einen Kampf zwischen Mensch und Maschine. Die aktuelle Version von iOTA ist fähig, maschinell zu lernen. So wird das Publikum Zeuge eines einzigartigen AV-Performance-Kampfes zwischen realen KünstlerInnen und künstlicher Intelligenz, die auf der Bühne wie ein Künstler agiert. In der Mathematik bezeichnet iOTA (i) eine imaginäre Einheit oder Zahl, die dazu genutzt werden kann, einen Raum in einen weiteren Raum zu inkludieren. Licht ist das einzige Element, das vom Auge wahrgenommen werden kann. iOTA ist eine LED-Installation, inspiriert von der Physik des Lichtes und der Forschung nach den Ursprüngen der Geometrie. Abhängig vom jeweiligen Fokus der BetrachterInnen, kann die Natur des Lichtes und seine verschiedenen Phänomene wahrgenommen werden – und zwar über das Wahrnehmungsvermögen des menschlichen Geistes hinaus. Dies stellt den Versuch dar, sie in eine einheitliche, nicht-räumliche Form umzuwandeln.

iOTA wurde im Zorlu Performing Arts Center auf einem LED-Screen mit einer Fläche von 126 m² realisiert. Die Installation war Teil des Sonar +D Showcase am Sonar Istanbul Festival 2017.

Credits

Producer: Ouchhh Studio
New media artists and directors: Ferdi Alıcı, Eylul Duranagac (OUCHHH)
Creative coder and AI artists: Kıvanç Tatar and Philippe Pasquier (MASOM)
Sound design and music: Mehmet Ünal from AudioFIL

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Jugendbegegnungsprojekt https://ars.electronica.art/ai/de/jugendbegegnungsprojekt/ Fri, 04 Aug 2017 15:54:08 +0000 https://ars.electronica.art/ai/?p=2081 Jugendliche kooperieren

Das Jugendbegegnungsprojekt ist ein Workshop, der über den gesamten Festivalzeitraum mit einer internationalen Gruppe Jugendlichen in der POSTCITY stattfindet. Die Jugendlichen werden von u19 – CREATE YOUR WORLD und von unseren Partnerorganisationen im Ausland c3 (HU), mb21 (DE) und bugnplay (CH) ausgewählt. Und in diesem Jahr sind auch TeilnehmerInnen vom ArtTechLab Amsterdam neu dabei. Sie alle sind junge ExpertInnen in ihren speziellen Bereichen, ob das nun das Löten, Schrauben, Programmieren, Entwerfen, Texten, Konzipieren oder einfach das Ausmalen ist, zusammen ergeben sie eine gute Mischung an „Know How“.

Joseph Herscher ist der Künstler, der gemeinsam mit den Jugendlichen die Sprache der sogenannten „Unintelligent Machine“ entwickeln wird. Dabei begeben sich die Jugendlichen auf eine Forschungsreise in die Intelligenz einer Maschine, auf unterschiedliche Ebenen stellen sie Fragen wie: was macht die Maschine und warum? Kann man hier überhaupt von Intelligenz sprechen? Wie kann ich Folgen erkennen und die Wirksamkeit von Eingriffen in komplexe aufeinander wirkende Systeme? Und die Antwort und zugleich die Methode ist ganz einfach und lässt sich mit einem Wort erklären: Ausprobieren! Indem man Prozesse sichtbar macht und Mechanismen bis zur scheinbaren Belanglosigkeit treibt, können die Jugendlichen mit einer offenen Herangehensweise (open mind), auch die Frage stellen: muss es immer der direkte Lösungsweg sein, können Umwege nicht sogar einen Wert an sich darstellen und Quelle für andere Lösungen sein?

Die Hauptaufgabe der Jugendlichen ist es, eine Maschine zu bauen, die aus Alltagsgegenständen besteht. Mit dem Festivalthema „Artificial Intelligence“ und dem diesjährigen Fokus von u19 – CREATE YOUR WORLD „Perspektiven“, widmet sich die Gruppe der „unintelligent Machine“ …

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