speakers – Artificial Intelligence https://ars.electronica.art/ai/de Ars Electronica Festival 2017 Tue, 28 Jun 2022 13:43:24 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.6 Perpetuum Mobile https://ars.electronica.art/ai/de/perpetuum-mobile/ Tue, 08 Aug 2017 20:47:39 +0000 https://ars.electronica.art/ai/?p=2320

Cynthia Zaven (LB)

Perpetuum Mobile ist eine Komposition für eine 12-Kanal-Klanginstallation. Zwölf Lautsprecher stehen im Kreis. Jede Sekunde erklingt eine Note, die im Uhrzeigersinn von einem zum anderen wechselt. Der scheinbar geordnete Rhythmus wird im Verlauf der Komposition chaotisch, fällt auseinander, um sich dann wieder in den Klang der einzelnen Note einzuordnen.

Perpetuum Mobile bildet in kontrollierter Umgebung den Eindruck eines Echos in Echtzeit ab. Sie besteht aus Tönen, die auf ihrer Reise die Beschaffenheit ihres Ursprungs verlieren und sich durch Raum und Zeit verändern. Indem sich die Installation diesem Phänomen annimmt, untersucht sie das Unterfangen Zeit zu messen und kontrastiert die strenge Ordnung in derartigen Systemen mit Unordnung und Unvorhersehbarem. Die vermeintliche Struktur, repräsentiert durch die Geräte der Zeitmessung, wird verfälscht und herausgefordert durch ihr Bestreben die Effekte eben jenes Chaos einzubringen, die sie zu ordnen versucht.

Credits

This installation was exhibited at the Bacchus Temple, Baalbeck in 2016 supported by Studiocur/art and the Baalbeck International Festival.

Originally commissioned for This is the Time. This is the Record of the Time curated by Angela Harutyunyan and Nat Muller. Tijs Ham, sound engineer.

Part of Global Collaborations, Stedelijk Museum Amsterdam, Stedelijk Museum Bureau Amsterdam and the American University of Beirut Art Galleries and Collections

Funded/supported by: AFAC, STEIM, Amodo, Mondriaan Fund

With acknowledgment to: Tijs Ham, Cherine Karam, Kesper Kovitz

www.cynthiazaven.com

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Red https://ars.electronica.art/ai/de/red/ Tue, 08 Aug 2017 17:57:24 +0000 https://ars.electronica.art/ai/?p=2638

Optic-sound electronic object

::vtol:: (RU)

Die zentralen Elemente dieser Arbeit sind ein Kristall aus rotem Glas und eine flexible Fresnel-Linse. Das Projekt umfasst viele umgebaute elektronische Geräte – eine CD-ROM, einen alten Scanner und wiederverwertete Elektromotoren. Dank zahlreicher beweglicher Elemente erreichen die eher primitiven optischen Elementen eine große Variabilität. Dies wird durch die ständige Veränderung der Brennweite zwischen Lichtquelle, Kristall und Linse, durch die Veränderung des Neigungswinkels des Kristalls und die mechanische Verzerrung der Linse erreicht.

Das Objekt wird von einem Algorithmus gesteuert und arbeitet autonom. Viele zufällige Ereignisse liefern Feedback, und Sensoren definieren die Position der einzelnen mechanischen Elemente in Relation zu ihrem Bewegungsspektrum. Der klangliche Teil besteht aus bis zu vier Stimmen, die von der Aktivität verschiedener Elemente bestimmt werden. Der Klang steht in direkter Interaktion mit der tatsächlichen Position dieser Elemente und verleiht den Prozessen der Bewegung, Helligkeit des Lichts und der Intensität des Stücks eine Stimme.

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Driver https://ars.electronica.art/ai/de/driver/ Tue, 08 Aug 2017 14:51:24 +0000 https://ars.electronica.art/ai/?p=2626

::vtol:: (RU)

Das kinetische Klangobjekt Driver besteht aus einem System aus zwei Klangkanälen sowie mechanischen und elektronischen Hilfselementen. Der erste Klangkanal ist ein Lautsprecher, der Klang mit rechteckförmiger Schwingung emittiert.

Kupferbälle fallen aus einem Austeiler einzeln oder in Gruppen auf die Membran dieses Lautsprechers. Je nach Amplitude und Frequenz des Lautsprecherklangs springen die Bälle von der Membrane ab bis in eine bestimmte Höhe. In jedem der sieben Schläuche, die an die Schalen angeschlossen sind, befindet sich ein optischer Sensor, der das Vorbeirollen der Bälle registriert. Je nachdem wie oft und in welcher speziellen Schale (Schlauch) der Ball auftrifft, verändert sich der Algorithmus zur Klanggenerierung im zweiten Kanal, der die generative Komposition ausführt. Außerdem beeinflussen die Treffer die Klangfrequenz im primären Kanal. Sobald der Ball das Sammelbecken erreicht, wird er von einer robotischen „Hand“ zum mechanischen Austeiler zurückgeschickt.

Driver ist eine komplizierte Feedback-Maschine, in der das Feedback keine direkte Wirkung zeigt, sondern kinetische und mechanische Elemente bzw. Intermediäre benutzt. Diese Intermediäre sind nichts anderes als Generatoren von Zufallszahlen innerhalb eines komplexen, präzisen Systems. Dies führt zu einer konstanten Veränderung des Klangs. Der Versuch des Systems sich selbst im Gleichgewicht zu halten und seine Arbeit fortzusetzen ist visuell beobachtbar.

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Fidgety (In Between Up & Down) https://ars.electronica.art/ai/de/fidgety/ Tue, 08 Aug 2017 05:04:30 +0000 https://ars.electronica.art/ai/?p=1773

GayBird (HK)

Das Adjektiv “fidgety” beschreibt ein nervöses, aufgeregtes und unruhiges Gefühl, das Menschen oft als unangenehm empfinden. Der Künstler jedoch verwendet diese Emotion als Ausgangspunkt für eine musikalische Idee.

Für seine Installation Fidgety (In Between Up & Down) gestaltete GayBird ein eigenes chinesisches Schriftzeichen: 「忐忑」(Figure1) stellt “fidgety” als Piktogramm dar, kombiniert aus den Zeichen 「上」 (Figure2) das “auf” und 「下」(Figure3), das “ab” bedeutet, beide stehen über dem Zeichen 「心」(Figure4) , welches “Herz” bedeutet .

Die Anordnung des 40-Kanal-Boxensystems mit seinen Kabeln erinnert an Venen-Netzwerke. Alle 40 Lautsprecher spielen das Herzklopfen des Künstlers. Durch die zeitlich verzögerte Wiedergabe des Klangs auf den Boxen entsteht eine Bandbreite an Rhythmen und Kompositionen. Der Herzrhythmus steht im Mittelpunkt dieser Arbeit, auch wenn er für das Publikum nicht leicht zu hören ist, da dieser als kräftiger Impuls-auslösende Kraft und nicht als ein auditives Element konzipiert wurde. Die niedrige Frequenz des Herzschlages lässt die Lautsprecher vibrieren, welche wiederum die kinetische Installation zur Tonerzeugung anregt.

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