TAKEOVER
wer macht
die Kunst von morgen
Ars Electronica 2001
Linz, 1. – 6. September

Presse-Information
Linz, 21. August 2001
Welche Konstellationen, welche Faktoren bestimmen
die Kunst von morgen, wo wird sie stattfinden, wer wird sie machen und mit
wem? Diese Fragen stehen im Zentrum der
Ars Electronica 2001: Let’s take a look at the thing formerly known as art!
Wie
sich an den Börsen und Finanzmärkten gezeigt hat, steckt die
digitale Revolution in ihrer ersten echte Krise. Wie steht es da um die
Kunst, um die Medienkunst, die ihre Entwicklung und öffentliche Aufmerksamkeit
im Wesentlichen denselben Dynamiken verdankt wie die New-Economy? Kann
die Medienkunst, als Überbegriff für die künstlerische
Auseinandersetzung mit der technologischen Realität unserer Welt,
ihre innovative Dynamik erhalten? Bleibt sie im Sinne der avantgardistischen
Definition ein Beitrag zur gesamtgesellschaftlichen Entwicklung oder werden
ihre Kraft, ihr Glamour und ihre Attraktivität in der zunehmenden
Alltags-Medien-Welt verblassen?
Wenige
erkennen, dass sich Qualität nicht in der Übertragung des Alten
in das neue System beweist, sondern in der Entwicklung und Erfindung von
Formen und Methoden, die der neuen Situation adäquat sind. Doch es
zeichnen sich bereits die Konturen des Neuen ab. Die digitale Revolution
hat in ihrem Gefolge längst neue Formen und Ausprägungen
von Kunst verursacht, deren Präsenz sich weitgehend außerhalb
der Sphäre des Kunstbetriebs verlagert hat und vielfach auch vom
Kunstbetrieb noch gar nicht wahrgenommen oder akzeptiert wird. Ein Phänomen,
das von einem explosionsartigen Aus- und Aufbruch an Kreativität,
von einem innovativen und inspirierten, oft unerwarteten Einsatz digitaler
Informationstechnologie gekennzeichnet ist.
Neue
Schauplätze außerhalb des Kunstbetriebs
Zu
den neuen Schauplätzen gehören Wissenschaft, Sub- und Popkultur
und eine neu entstandene Kreativ-Wirtschaft, aber auch zunehmend
die für die Medienkunst eher exotischen Regionen wie etwa Malaysien,
China, Korea oder Taiwan. Länder, die in den letzten Jahren massive
technologische Aufrüstung betrieben haben und nun mit ähnlicher
Vehemenz auch in die Schaffung der Brain-Ware investieren und dabei nicht
nur auf Engineering, sondern auch auf Design setzen. So entsteht eine
Dynamik, die sich verstärkt auch auf die künstlerischen Potenziale
dieser Länder auswirkt.
Bei
der Entwicklung von Computerspielen geht es immer auch um die Schaffung
von Fiktionen, phantastischen Welten und Erlebnissen und das sind Zielsetzungen,
die der Kunst sehr nahe stehen. Die
Computerspiele-Industrie hat bereits die gleiche ökonomische
Dimension wie die gesamte Filmwirtschaft, was nicht ohne kulturelle Folgen
bleibt. Und auch wenn Computerspiele nicht unbedingt künstlerische
Produkte sind, bietet sich durch das kommerzielle Potential ein neues
Erwerbsfeld für eine Vielzahl von kreativ künstlerisch Tätigen
und es entsteht ein in vielfacher Weise äußerst fruchtbares
und kreatives Biotop. Angesichts der Tatsche, dass der Großteil
der KünstlerInnen nach wie vor nicht von der eigentlichen künstlerischen
Arbeit leben kann, stellt dies eine wesentlich bessere Alternative zum
Job als Kellner oder Aushilfslehrer dar.
Neue Referenzsysteme
Die digitalen Informationstechnologien
sind mehr als nur avancierte Produktions- und Distributionsmittel. Das
Internet stellt ein schnelles, effizientes und in seiner Art neues Referenzsystem
dar, in dem Ideen, Talente und Fähigkeiten in einer kooperativen
wie wettbewerbsorientierten Verknüpfung entstehen, weiter entwickelt
und perfektioniert werden. Das Internet beschleunigt nicht nur Produktionsprozesse,
sondern auch die Ausbildung von Qualifikationen und Fähigkeiten.
Die neuen Referenzsysteme können schnell aufgebaut und produktiv
genützt werden und den traditionellen künstlerischen Ausbildungssystemen
und Zugangsritualen Konkurrenz machen.
Erweiterte Wirkungsfelder
Es sind nicht mehr die
technischen Möglichkeiten, sondern die sozio-kulturellen Strukturen
der Informationsgesellschaft, die im Kontext einer Kunst von morgen
ausschlaggebend sind. Der Kultur- und Wirtschaftsraum Internet ist Basis
und Nährboden innovativer, inspirierter, künstlerischer Arbeitsweisen,
deren Wirkungsfelder sich aufgrund der medienimmanenten Vernetzung enorm
erweitert haben. Flexible Community-Zugehörigkeit ist ein
Schlüsselbegriff, der sich im raschen und erfolgreichen Wechsel von
Personen oder Projekten zwischen Kunst, Design, Wissenschaft und Kommerz
oder in produktiven Parallelexistenzen in (diesen) unterschiedlichen Bereichen
konkretisiert. Daraus resultiert auch ein grundlegend verändertes
Selbstverständnis dieser jungen Künstlergeneration.
Ars Electronica 2001 – Conferences
Die Auseinandersetzung mit der Festivalthematik wird heuer
in neuem Format präsentiert. Symposium, Conferences, Panels zu Virtual
Reality und das Prix Ars Electronica Forum bilden ein dichtes Angebot,
ein übergreifendes Theorie-Netz, das sich über die ganze Festivalwoche
erstreckt.
Ziel der theoretischen Reflektionen rund um TAKEOVER ist
es, die Konstellationen, die Rahmenbedingungen einer Kunst von morgen
auszuloten und einen offenen Diskurs anzuregen und voranzutreiben. Ars
Electronica 2001 richtet das Augenmerk auf die ProtagonistInnen und Projekte
eines neuen kreativ-künstlerischen Aufbruchs, der zunehmend außerhalb
des herkömmlichen Kunstbetriebs zu verorten ist. Dabei kommen – als
prototypische Vertreter – neben Theoretikern und Wissenschaftern vor allem
die Künstler und Kreativen selbst zu Wort.
TAKEOVER Symposium
Drei Symposium-Sessions (Part I, II, III) thematisieren
und behandeln den Paradigmenwechsel des TAKEOVER, neue Rollenbilder
und Arbeitsmodelle; neue Technologien, Werkzeuge und Konzepte im Bereich
Content-Development und Skin Design für die Breitband-Zukunft.
Der Sonntag Nachmittag (Part II) ist "Digital Culture & Lifestyle
in Aktion" gewidmet. In einem entspannten Setting geben junge,
profilierte Next-Generation-Creatives und electrolobby-Residents Einblick
in ihre Arbeitsweisen, ihre Referenzen und ihr Lebensgefühl. Aber
auch neue Strömungen in den Bereichen Interface Design, Screen Design
und Film/Video - Stichwort Internetfilm, Web-TV - werden in diesem Symposion
dargestellt und analysiert.
Creators of Life: Eine zentrale Herausforderung der
Kunst schon heute und noch in viel größerem Ausmaße in
den kommenden Jahren ist der Umgang mit den Entwicklungen der modernen
Molekularbiologie und Gentechnik. Positionen und Erfahrungen und Ausblicke
von KünstlerInnen die sich dieser Herausforderung stellen werden
Part IV des Symposiums am Montag Nachmittag bestimmen.
TAKEOVER Symposium Part I
2. September, 10.30-13.30, Brucknerhaus
Über den Paradigmenwechsel, neue Rollenbilder, Arbeitsmodelle und
den Creativity Burst.
Mit:
Jon Ippolito/USA, Dietmar Bruckmayr/A, Ahmad Rafi Mohamed Eshaq/MAL,
Wolfgang Maass/A, Tobias O. Meissner/D, Gerfried Stocker/A
TAKEOVER Symposium Part II
2. September, 15.00-17.30, Brucknerhaus
Digital Culture & Lifestyle in Aktion.
Mit: Kerb, Moccu, Team cHmAn, Everything und alle anderen electrolobby
Residents.
Moderation: TNC Network's Sabine Wahrmann
Konzept: Tina Cassani, Bruno Beusch/F (TNC Network)
TAKEOVER Symposium Part III
3. September, 10.30-13.30, Brucknerhaus
Content-Development und Skin-Design für die Breitband-Zukunft.
Mit:
Ruedi Bauer/F/CH, Tanja Diezmann/D, Tasuya Matsui/J, Ole Lütjens
und Nico Palermo/D/USA, Nora Barry/USA, Jérôme Rota (DivX)/F/USA,
Stuart Maschwitz/USA
TAKEOVER Symposium Part IV
3. September, 15.00-18.00, Brucknerhaus
Creators of Life: Biotechnologische und bioinformatische Methoden und
Prozesse als künstlerische Werkzeuge.
Mit:
Eduardo Kac/USA, SymbioticA Resaerch Group/AUS, Stuart Bunt/AUS,
Natalie Jeremijenko/USA, Hiroaki Kitano/J, Joe Davies/USA
TAKEOVER Symposium Lecture
4. September, 18.30 - 20.00, Kunstuniversität Linz
Creativity versus Marketing
Oliviero Toscani/I
Oliviero Toscani, berühmt geworden durch tabubrechende Werbekampagnen
und Fotografien, die neue Standards setzten, hält im Rahmen des TAKEOVER
Symposiums einen Vortrag über Kreativität versus Marketing.
Conferences: Who's got it right, what will remain, who will survive?
TAKEOVER ist eine Auseinandersetzung mit den "Machern der Kunst von
morgen". Das sind nicht nur die Personenkreise, die künstlerische
Prozesse und Produkte generieren und erschaffen, sondern auch jene, die
sie verwalten und bewirtschaften. Dem hier aufbrechenden Spannungsfeld
widmet Ars Electronica 2001 drei Conferences.
Engineers of Experience - Who's got it right?
4. September, 10.30 - 14.00, Brucknerhaus
Diskutiert werden neue Strategien der Integration interaktiver Medien
in Ausstellungen und Museen sowie die Frage nach Konzepten für
Design, Inszenierung und Architektur angesichts des anhaltenden Edu- und
Infotainment-Booms.
Mit:
Michael Shamiyeh/A, Peter Higgins/UK, Hiroshi Ishii/USA, Rafael Lozano-Hemmer/MEX/CDN,
Gustav Pomberger/A, Horst Hörtner/A, Joachim Sauter/D,
Joe Paradiso/USA
From Document to Event - What will remain?
5. September, 10.30 - 12.30, Brucknerhaus
From Document to Event thematisiert Fragen der "Konservierung"
digitaler Kunst.
Mit:
Benjamin Weil/USA, Masaki Fujihata/J, Johannes Deutsch/A, Elmar Schmidinger/A,
Alain Dépocas/CDN
The Undertakings of Art - Who will survive?
6. September, 10.30 - 12.30, Brucknerhaus
Im Rahmen von The Undertakings of Art stellen sich Vertreter unterschiedlicher
Kunstinstitutionen der Frage, wie sie für die Zukunft vorbereitet
sind, für die Globalisierung des Kunstmarktes, für die neuen
digitalen Distributionsformen und vor allem für die Anforderungen
der KünstlerInnen.
Mit:
Andreas Hirsch/A, Birgit Richard/D, Peter Noever/A, Rüdiger Wischenbart/A,
Karel Dudesek/A
Pixelspaces
Vollzieht sich auch in der Virtual Reality Szene ein Takeover? Pixelspaces
diskutiert und präsentiert unter den Titeln CAVE versus Game-Engines,
Behind the Scenes und
CAVE goes PC neue Ideen und Anwendungsmöglichkeiten, um gängige
VR-Systeme vor dem Schicksal der Dinosaurier zu bewahren. Wie sieht die
Zukunft der VR, im Hinblick auf ihren Einsatz in Ausstellungen und Museen
aus? Wie und in welcher Form werden die VR-Systeme der Game-Industrie
für Anwendungsentwicklung zugänglich?
Science from the Garage
2. September, 18.00 - 20.30
Ars Electronica Center
Mit: David Nahon/F, Paul Rajlich/USA, Dietmar Offenhuber/A, Dan Sandin/USA
Behind the Scenes
3. September, 18.00 - 20.30
Ars Electronica Center
Mit: Dan Sandin/USA, Maurice Benayoun/F, Michyael Shamiyeh/A
Open Lab - FutureLab Production Space
5. September, 18.00 - 20.30
Ars Electronica FutureLab
electrolobby 2001
Schnittstelle für Netzkunst, Cyberculture und netzinspirierten Lifestyle
http://electrolobby.aec.at
2. - 6. September, 10.30-19.00, Brucknerhaus
Das electrolobby Konzept wurde vom Pariser New Media Label TNC Network
im Auftrag von Ars Electronica entwickelt, um den Erwartungen und Bedürfnissen
der Digital Generation Rechnung zu tragen und als Versuchsanordnung neue
Festivalformate und adäquate Vermittlungsstrategien zu erproben.
Ziel der electrolobby ist es, die aktuellen Kreativitäts- und Innovationsschübe
rund ums Internet im Frühstadium aufzuspüren und in einem spannenden
und unterhaltsamen Festivalsetting zu präsentieren.
In einem stimulierenden Environment, einem Mix aus Dayclubbing, informeller
Medienkonferenz und vernetztem Showroom, inszeniert die electrolobby das
elektrisierende subdigitale Klima, in dem die gegenwärtig aufregendsten
smarten Hacks, Meilensteine und Next-Level-Experimente entstehen und gedeihen.
Die electrolobby-Residents sind Profi-Gamer, Next-Generation-Creatives,
Gameentwickler, Guerilla-Designer, Renegade-Programmierer und Open-Law-Anwälte.
Was sie miteinander verbindet, ist ein Set von Einflüssen, Werten
und Vorstellungen - ein neues Referenzfeld, für das der Begriff "net-inspired
digital culture & lifestyle" geprägt wurde. Ein besonderer
Akzent wird dieses Jahr in der electrolobby auf Games gelegt.
Game Jam/F/FI/UK/D/A/DK/USA
Feat: Team cHmAn, Sulake Labs, Kerb, Moccu, Lippe, Kaliber 10000, and
others; a coproduction of: TNC Network and Vectorlounge
Everything/USA - www.everything2.org
Feat: Nathan Oostendorp & the Everything-Noders
Habbo Hotel/FI/UK - www.habbo.com
Feat: Sampo Karjalainen, Aapo Kyrölä & the Habbo-Guests
From Bedroom Programmers to Media Gods/USA
Feat: Simon Carless aka Hollywood
E-Sport: Gaming Goes Pro/D/KR
Feat: Kambiz Hashemian, Ana Vranes, Dominik Kofert. In collaboration with
Progaming.de
Keitai Zone/J
Feat: Andrea Hoffmann
micromusic.net/CH - www.micromusic.net
Feat: Paco Manzanares aka wanga, Mike Burkhardt aka superB, Gino Esposto
aka carl
Kerb/UK - www.kerb.co.uk
Feat: Jim McNiven, Pete Barr-Watson, Sermad Buni, Dylan Van Loggerenberg
Open Law Project/USA - www.openlaw.org
Feat: Wendy Seltzer
Team cHmAn/F - www.teamcHmAn.com
Feat: Sébastien Kochman, Olivier Janin, Damien Giard, Sébastien
Jacob, Stéphane Logier, Alexandre Guesnerot, Gaël Cecchin,
Denis Bonnetier, Rodolphe Bonvoisin, Gauthier Havet, Gunther Welker
Moccu/D - www.moccu.com
Feat: Jens Schmidt, Björn Zaske
Kaliber 10000/DK/USA/UK - www.k10k.net
Feat: Toke Nygaard, Michael Schmidt and Per Jørgensen
404Zone/A
Feat: Simon Scheiber
Lens Flare 98-01/UK
Compiled by Onedotzero, London. With examples from Wipe Out (featuring
graphics by Designers Republic), Tekken, Final Fantasy, Tomb Raider and
many more.
Prix Ars Electronica
2001
Der Prix Ars Electronica wurde
1987 als eine offene Plattform für die unterschiedlichen Disziplinen
im Bereich digitaler Mediengestaltung an der Schnittstelle von Kunst,
Technologie, Wissenschaft und Gesellschaft konzipiert und hat sich dementsprechend
im Verlauf der Jahre immer wieder erneuert und so der rapiden Entwicklung
im Bereich der Informationstechnologien Rechnung getragen. In seiner 15.
Ausgabe wurde die Netzkategorie des Prix Ars Electronica neu definiert
und wesentlich ausgebaut. Erstmals werden heuer in der Netzkategorie sechs
Geldpreise, also zwei Goldene Nicas und vier Auszeichnungen in den Sparten
Net Vision und Net Excellence vergeben.
2001 haben an dem mit Euro 100.000 (US$ 89.700) dotierten,
von jet2web Internet gestifteten Wettbewerb insgesamt 2.200 Einreicher
aus 65 Ländern teilgenommen. Mit dem von der Postsparkasse (P.S.K.)
gesponserten Jugendwettbewerb u19-freestyle computing gibt die Cybergeneration
in Österreich mit über 900 Einreichungen ein kräftiges
Lebenszeichen.
Prix Ars Electronica Gala 2001
3. September 2001, 21.00
ORF Landesstudio Oberösterreich
Erst im Rahmen dieser Gala wird das Geheimnis gelüftet:
Wer von den Nominierten erhält die Goldene Nica der jeweiligen Wettbewerbskategorie?
Nominierungen
Computeranimation/Visual Effects
Ralph Eggleston - Pixar Animation Studios/USA
Laetitia Gabrielli, Pierre Marteel,
Mathieu Renoux, Max Tourret - Supinfocom/F
Xavier de l’Hermuziere, Philippe
Grammaticopoulos - Supinfocom/F
Digital Musics
Markus Popp - oval/D
Ryoji Ikeda - David Metcalfe Associates/GB
Blectum from Blechdom - Haus de Snaus and Tigerbeat
6/USA
Interaktive Kunst
association.creation/A
Carsten Nicolai, Marco Peljhan - Canon Artlab/D/SLO/J
Haruki Nishijima - IAMAS/J
Net Vision
Sebastien Kochman - team cHmAn/F
Yuki Naja - Sonic Team/USA
Neeraj Jhanji - ImaHima Inc./J
Net Excellence
Chris McGrail - Kleber/GB
Joshua Davis - maruto/USA
Brian McGrath
- The Skyscraper Museum/USA
cybergeneration - u19 freestyle computing
Martin Leonhartsberger/A
Johannes Schiehsl, Conrad Tambour, Peter Strobl/A
Markus Triska/A
Cyberarts 2001
1. – 6. September, 10.00 – 24.00
O.K Centrum für Gegenwartskunst
Die Präsentation der ausgezeichneten Arbeiten
aller Kategorien des Prix Ars Electronica 2001 vermittelt einen komprimierten
Einblick in den aktuellen Stand der Digital Arts. Ein eigener Ausstellungsbereich
ist der cybergeneration - u19 freestyle computing
gewidmet.
Prix Ars Electronica Forum
Das Prix Ars Electronica Forum bietet die einmalige Chance, hinter die Kulissen
der aktuellen digitalen Kunst zu blicken. Das Künstlerforum ermöglicht
einen direkten Zugang und höchst konzentrierte Informationen zu den
diesjährigen Preisträgern, ihren Ideen, Projekten und Arbeitsweisen.
Running Pixels & Computer Animation / Visual Effects 2001
4. September, 14.30 - 18.15
Digital Musics, Interactive Art 2001
5. September, 14.30 - 18.30
Net Vision / Net Excellence 2001 & electrolobby Wrap-up
6. September, 14.30 - 18.30
ORF Landesstudio Oberösterreich
Art & Events - Kunst als Test-Drive für die
Zukunft
Ars Electronica hat von jeher Kunst als Interface, Impulsgeber und Katalysator
gesellschaftlichen Wandels definiert und sich zum Ziel gemacht, Kunst
in ihrer Intensität und Dynamik zur Wirkung zu bringen. Ars Electronica
blickt dabei stets in die Zukunft, dorthin, wo sich Neues abzeichnet.
Es muss im Rahmen von TAKEOVER verstärkt auch darum gehen, das Festival
um Präsentationsformen von Arbeitsprozessen und Produktionssituationen,
in denen Teamwork und konzeptorientierte Kommunikationsprojekte im Vordergrund
stehen, zu erweitern.
Projects
1. - 6. September, 10.30 - 19.00
Brucknerhaus
TAKEOVER präsentiert Projekte und Arbeitsweisen von KünstlerInnen,
die mit hoher Risikobereitschaft in Terrains vorstoßen, in denen
ihre Handlungsspielräume noch nicht definiert sind und in denen auch
die existenziellen Rahmenbedingungen (Kunstförderung bzw. Kunstmarkt)
noch nicht gegeben sind: sei es in wissenschaftlichen, künstlerischen
und/oder kommerziellen Kontexten.
Fish & Chips hat "semi-living-artists"als Ziel:
Ein Forschungsprojekt, das künstlerische wie wissenschaftliche Arbeit
zugleich ist und Designer, Biologen, Künstler und Computerspezialisten
zu dem nicht alltäglichen Team der SymbioticA Research Group (AUS)
verbindet.
Das Projekt Green von Reinhard Nestelbacher/A trägt ein alltägliches
wissenschaftliches Phänomen aus dem Labor hinaus: grün leuchtende
Mäuse, Fische, Bakterien, eine neue Spezies künstlicher Organismen.
Weiters werden Projekte von Ben Fry/USA, ESCAPE*spHERE/A,
Digi-Sta-Lab/J, singlecell.org, Nora Barry/USA, Johannes
Deutsch und Elmar Schmidinger/A präsentiert.
T.O.C. Takeover Campus
1. - 6. September, 10.30 - 19.00
Kunstuniversität Linz
Mit dem T.O.C. Takeover Campus entstand in Kooperation mit der
Kunstuniversität Linz ein neuer, attraktiver Veranstaltungsort der
Ars Electronica 2001. Am T.O.C. Takeover Campus repräsentiert eine
ad hoc gruppierte vitale Szene unterschiedlichste Zugänge zum TAKEOVER.
Die Opening Party, eine "Invasion der professionellen Amateure",
wird ein akustisch wie visuell intensiver Start in den Takeover (1. 9.
Kunstuniversität, 22.30). Unerwartetes und vor allem zielgruppenorientiertes,
offenes Agieren versprechen Gruppen wie Stadtwerkstadt mit meatspace,
das Hörfestival takeover systems, connect systems von Radio
FRO und radioqualia, xxero von faces@ars und die Diskussionsreihe
Female Takeover - ff von Kunst Raum Goethestrasse.
Unter dem Label lab-ac.at verlagern Studierende der Visuellen
Mediengestaltung an der Universität für angewandte Kunst Wien
Teile ihres Forschungslabors nach Linz. Ein Hybrid aus Programmierstube,
Webagentur, Soundstudio, sozialem Treffpunkt, Labor für 3D-animationen
und Medienkritik, Game-Development Center und Partyraum. Es werden prozessorientierte
Projekte erarbeitet und Überlegungen zum zukünftigen Bedarf
einer Medien-Kunst-spezifischen Ausbildung angeregt und zur Diskussion
gestellt.
TGardenTM, ein prototypisches Beispiel aktueller Arbeitsweisen
und Problemstellungen für Künstler, agiert an der Schnittstelle
verschiedener gesellschaftlicher Welten: zwischen institutioneller Wissensproduktion,
technowissenschaftlicher Forschung, Kunst und Performance.
Ebenfalls im Rahmen des T.O.C. Takeover Campus präsentiert wird Masaki
Fujihata's Arbeit Field-Work, die einen hyperrealer Informationsraum
entstehen lässt. Videobilder von realen Umgebungen werden gemeinsam
mit den exakten GPS-Daten aufgezeichnet, wodurch sich eine Verbindung
von subjektiver Raumwahrnehmung und Topographie ergibt. OnScreen Ars
Electronica Gallery for Digital Video, Art & Videodesign ist eine
Präsentationsreihe für junge, aber auch etablierte Künstler-
und DesignerInnen, die sich mit Video in digitaler Form auseinandersetzen.
Concerts, Events & Performances
Eine dichtes Programm an Konzerten, Events und Performances sorgt für
abwechslungsreiche TAKEOVER-Nächte. Zu den Highlights zählt
Golan Levin's Dialtones: A Telesymphony, das erste Konzert, das
ausschließlich mit den Handy-Ruftönen des Publikums gespielt
wird (2. September, Brucknerhaus, 21.00).
Ryoji Ikeda's Konzertperformance erzeugt mit der Ausdruckskraft
minimalistisch eindringlicher Klangschichten und präziser visueller
Elemente ein sensibles, reizintensives Ambiente (4. September, Brucknerhaus,
21.00).
Bei Container Park dient Industriegelände als Performance
Space, für Señor Coconut y su conjunto und seiner exzentrischen
Verschmelzung von Kraftwerk und lateinamerikanischer Musik - ein Tanzkurs
frei nach dem Motto "El baile Alemán" (5. September,
Container Terminal Linz AG, 21.00).
Den Donaupark verwandelt heuer der finnische Electronic Musiker Vladislav
Delay aka Luomo in das eindrucksvolle akustische Environment des Klangpark
2001. Musikalischer Abschluss und ein weiteres Highlight ist das Weltdebut
der Laptop Supergroup fLeetwood Macintosh, featuring all live Sets
von tigerbeat6's bLectum from bLechdom, Lesser und kid606 (6. September,
Posthof, 22.00).
Ars Electronica Center - Museum der Zukunft
In den fünf Jahren seines Bestehens hat sich das Ars Electronica
Center als erfolgreiche Umsetzung der Idee erwiesen, das Zusammenwirken
und Überschneiden von künstlerischer und technologischer Arbeit
als Strategie für die Vermittlung der kulturellen Bedeutungen der
sogenannten Digitalen Revolution zum Einsatz zu bringen.
Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildet die Themenausstellung Get in Touch,
die erstmals in Europa einen Querschnitt der Arbeiten von Prof. Hiroshi
Ishii's Tangible Media Group (MIT Media Lab) zeigt. In einer Lecture
Presentation im Rahmen des Openings der Ars Electronica Center Exhibition
wird Hiroshi Ishii die wissenschaftlich künstlerischen Aspekte
dieser Arbeiten darstellen (1. September, 14.30).
Get in Touch
1. - 6. September, 10.00 - 19.00
Ars Electronica Center
Get in Touch ist eine Ausstellung an der Schnittstelle von Mensch und
Maschine. Kommunikation mit und durch digitale Technologie als Designaufgabe.
Im Zentrum stehen die Tangible Bits von Hiroshi Ishii. Sie geben digitalen
Informationen körperliche Formen. Bits werden direkt manipulier-
und wahrnehmbar. Ziel ist es, die Grenzen zwischen dem Physischen und
dem Digitalen zu verwischen und nahtlose Schnittstellen zwischen Menschen,
Bits und Atomen zu schaffen.
FutureOffice Project
1. - 6. September, 10.00 - 19.00
Ars Electronica Center
In einem mehrstufigen Forschungsprojekt werden im FutureLab des Ars Electronica
Center prototypische Komponenten für den telematischen Büroalltag
der Zukunft entwickelt. Dabei geht es primär um die Integration bestehender
funktionierender Technologien in ergonomisch und gestalterisch überzeugende
Szenarien. Eigens dafür entworfene Objekte und Möbel dienen
der Evaluation gängiger Vorstellungen und Visionen und bieten den
AusstellungsbesucherInnen eine Demonstration des gegenwärtig Möglichen.
Eine Entwicklung des Ars Electronica FutureLab, Scott Ritter und Jakob
Edelbacher.
Touring the CAVE - EVL: Alive on the Grid
1. - 6. September, 10.00 - 19.00
Ars Electronica Center, CAVE
Im Ars Electronica Center wird als neue CAVE- Applikation ein nicht-vergängliches
VR-Erlebnis präsentiert, das sich aus zahlreichen virtuellen Welten
zusammensetzt. Nicht-vergänglich meint, dass dieses virtuelle Environment
aktiv bestehen bleibt, auch nachdem die TeilnehmerInnen den CAVE verlassen
haben. Diese Welten existieren vernetzt in vielen CAVEs, VR-Environments
und im Web. CAVE-BesucherInnen auf der ganzen Welt können diese gemeinsamen
Räume betreten, dort interagieren, miteinander sprechen sowie die
virtuellen Welten ergänzen und verändern. Das Projekt ist eine
Kooperation des Electronic Visualization Laboratory der Universität
von Illinois unter Leitung von Dan Sandin mit dem Ars Electronica Center.
Das Ars Electronica Center präsentiert außerdem Arbeiten von
Ben Fry/USA, Joe Paradiso/USA, Marek Walczack, Martin Wattenberg und Jonathan
Feinberg/USA.
Ars Electronica 2001
Veranstalter: Ars Electronica Center Linz und ORF Landesstudio
Oberösterreich
Mitveranstalter: Brucknerhaus Linz, O.K Centrum für Gegenwartskunst,
Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung
Linz
Ars Electronica Center & Ars Electronica Festival are
supported by:
Stadt Linz
Land Oberösterreich
Bundeskanzleramt/Kunstsektion
Compaq Österreich GesmbH
Gericom
42 virtual
Hewlett Packard
Microsoft Österreich
Österreichische Brauunion
Oracle GmbH
Quelle AG
SGI
jet2web Telekom Austria
jet2web Mobilkom Austria
Festo AG & Co
Prix Ars Electronica is supported by:
jet2web Internet
VOEST-ALPINE STAHL
jet2web Datakom
Österreichische Postsparkasse P.S.K.
Stadt Linz
Land Oberösterreich
Prix Ars Electronica Additional Support:
Austrian Airlines
Lufthansa
Casinos Austria
Courtyard by Marriott
Porsche Austria
Sony DADC
Österreichischer Kulturservice
Pöstlingberg Schlöss'l
Additional support for Ars Electronica and Prix Ars Electronica
by Austrian Airlines and Lufthansa
Presse-Information
Ars Electronica 2001
Hauptstraße 2
4040 Linz
Austria
Gabriele Hofer
T: +43.732.7272-780
F: +43.732.7272-77
gabriele@aec.at
Ars Electronica Center
Hauptstraße 2
4040 Linz
Austria
Ursula Kürmayr
T: +43.732.7272-16
F: +43.732.7272-2
ursula@aec.at
|