The innovative works of 'Computer Animation / Visual Effects' category comes not from big studios, but from small schools and independents. But what the Jury is missing are raw, unpolished works which shine which with energy, innovation and personal statement.
Statement of the Computer Animation / Visual Effects Jury – Part 1
Rick Sayre
Three years ago, Computer Animation was split into two independent categories, Computer Animation and Visual Effects. The continued blurring of the lines between the disciplines has led to a re-unification this year, with the jury considering them together as part of something we don't yet know how to label. 'Computer Film' and 'Digital Film' are evocative, but reference a dying media. 'Computer-Potentiated Linear-Time Visual Media', while semantically accurate, is rather unpleasant. So, for the moment, we continue to use 'Computer Animation/Visual Effects'.
While the disciplines blur, the need for disparate contexts by which to evaluate the two types of work persists. At least for the present, short-form Computer Animations tend to be the product of small teams and singular visions. We typically judge them as complete works, and if they undertake traditional storytelling, the work must have a good story. While last year's Golden Nica winner was an encouraging departure, Visual Effects are generally sub-contracted as components of vast studio efforts. The work of which they are a portion may further involve Visual Effects from several entirely unrelated production companies. If the 'story' of the big-budget feature film sucks, if other sequences from other companies are poor, if the film itself is a hideous failure, can we hold it against the submitter of a particular Visual Effects sequence? This jury thinks not, or rather 'it's more complex than that'. Visual Effects remain a potent force in media culture; indeed, the jury saw several short Computer Animation pieces which themselves referenced Visual Effects sequences of previous years. If the work is groundbreaking, clearly influential, or simply done incredibly well, it must be considered on its own merits, even if embedded in a filmic disaster. Perhaps, however, this simply reveals that we are still in the formative stages of a new meta-medium.
In der Kategorie 'Computer Animation / Visual Effects' kamen die wirklich interessanten Arbeiten dieses Jahr von freien Künstlern und Schulen. Was die Jury allerdings vermisste, waren 'unausgefeilte' Arbeiten, die vor Energie, Innovation und persönlichem Statement strotzen.
Statement der Jury für Computeranimation / Visual Effects – Teil 1
Rick Sayre
Vor drei Jahren wurde die Kategorie 'Computeranimation' des Prix Ars Electronica in zwei unabhängige Kategorien aufgeteilt: in 'Computeranimation' und 'Visual Effects'. Da die Trennlinie zwischen zwischen den beiden Kategorien aber nach wie vor unscharf blieben, wurden die beiden Kategorien in diesem Jahr wieder vereint, wobei die Jury diese Doppelkategorie etwas ansah, was noch kein eigenes Etikett hat. „Computerfilm“ und „digitaler Film“ sind zwar griffig, berufen sich aber auf ein sterbendes Medium. „Computergestützte zeitlich lineare visuelle Medien“ wäre zwar semantisch korrekt, dafür aber ziemlich unschön, deshalb verwenden wir einstweilen weiterhin den Doppelbegriff „Computeranimation / Visual Effects“.
Wenn sich auch die Grenzen zwischen den Disziplinen verwischen, die Notwendigkeit für separate Kontextgruppen zur Bewertung der zwei Werktypen bleibt bestehen. Zumindest gegenwärtig scheinen kurze Computeranimationen vorwiegend das Produkt kleiner Teams oder individueller Visionäre zu sein. Wir beurteilen sie typischerweise als Gesamtkunstwerke, und wenn sie sich auf traditionelle Formen der Narration stützen, brauchen sie eine dementsprechend gute Geschichte – der letztjährige Gewinner der Goldenen Nica, Jakub Pistecky, ist ein gutes Beispiel dafür. Im Gegensatz dazu werden die Visual Effects meistens als Dienstleistung großer Studios zugekauft. Das Werk, dem sie integriert sind, kann darüber hinaus auch Visual Effects von mehreren Produktionsfirmen enthalten, die miteinander nichts zu tun haben. Wenn also die „Story“ des großen, teuren, abendfüllenden Films schlecht ist, wenn Sequenzen von anderen Beiträgern schwach sind, wenn der Film selbst ein absoluter Durchfall ist – darf man das als Argument gegen den Einreicher einer speziellen Visual-Effects-Sequenz vorbringen? Die Jury ist nicht dieser Meinung – bzw. sie findet, dass die Sache so einfach nicht ist. Visual Effects bleiben eine mächtige Kraft in der Medienkultur, und tatsächlich fand die Jury auch unter den kurzen Computeranimationen mehrere, die sich auf Visual-Effects-Sequenzen vergangener Jahre beziehen. Wenn das Werk innovativ ist, wenn es das Genre erheblich beeinflusst oder wenn es zumindest im Handwerklichen außerordentlich gut gemacht wurde, dann muss es um seines eigenen Wertes willen betrachtet werden, selbst wenn es in ein filmisches Desaster eingebettet ist. Aber vielleicht macht diese Situation auch nur deutlich, dass wir noch immer in der Formierungsphase eines neuen Meta-Mediums stecken.
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