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Uzume
CAVE Applikation

2003

Roland Blach (DE)
Petra Gemeinböck (AT)
Nicolaj Kirisits (AT)

“Uzume“ wurde nach einer japanischen Shinto-Göttin benannt und bedeutet übersetzt “wirbelig“. Der Besucher taucht in eine sehr empfindlich reagierende Umgebung ein und erlebt dabei die kommunikative Ader eines virtuellen Gegenübers.

Diese Kommunikation ähnelt dem Versuch, ein Gespräch zu führen, ohne die Sprache des anderen zu kennen. Obwohl die virtuelle Umgebung auf jede kleinste Bewegung des Benutzers reagiert, entwickelt sie sich doch bis zu einem gewissen Grad eigenständig und fordert den Besucher dazu heraus, ihren eigentümlichen Sprachcode zu erforschen.

Das wesentlichste Merkmal von “Uzume“ ist, dass die User diese interaktive Welt nicht mittels Technologie kontrollieren können. Das Spannungsverhältnis zwischen Reaktion und eigenständigem Verhalten der virtuellen Umgebung spielt jedoch mit der technologischen Illusion von Kontrolle.

“Uzumes“ Welt ist an den physischen Projektionsraum des CAVE gebunden und basiert auf der räumlichen Darstellung des zeitlichen Verhaltens so genannter “seltsamer Attraktoren“. Wenn sich der Besucher innerhalb des Projektionsraumes bewegt, durchquert er die Parameterfelder der Attraktoren und verändert dadurch den jeweiligen Zustand ihrer Umgebung. Außerdem löst seine Anwesenheit kleinste Veränderungen in “Uzumes“ Medium – einem Kraftfeld – aus, in das sowohl der User als auch die wirbelnden Strukturen eingebettet sind.

”Uzume” wurde am CC Virtual Environments des Fraunhofer IAO Stuttgart entwickelt.