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Ars Electronica 1993
Festival-Programm 1993
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Festival 1979-2007
 

 

Prolegomena


'Louis Bec Louis Bec

ÄSTHETIK UND FABULÖSE ERKENNTNISTHEORIE DES KÜNSTLICHEN LEBENS
  • Das künstliche Leben muß als eine Machination betrachtet werden.


  • Es ist das wirklich letzte Unternehmen des Lebendigen, sich selbst zu verstehen und sich seiner selbst zu enteignen.


  • Ziel dieser Machination ist die Erarbeitung von Strategien, die die krude kartesianische Maschinerie zum Verschwinden bringen und ersetzen durch ein variables Kontinuum von indirekt zoologischen Machinationen, die mehr als Grundlage der Geisteshaltung denn der Instrumentalität definiert sind.


  • Trickreich wird in den Aktivitäten des künstlichen Lebens biologisches Wissen entschlüsselt und auf die technische Apparatur übertragen.


  • Es ergibt sich als "scheinheilige" Finte, als verdrehte Methode, die das modellierte Lebendige dazu bringt, nicht mehr zu repräsentieren sondern vielmehr sich zu präsentieren.


  • Deshalb strebt es danach, mit dem Auftauchen des Symbolischen quer durch die sensomotorischen Ebenen, die Algorithmen der Anpassung, des Lernens und der kollektiven Intelligenz, Zeichen des bewußten, autonomen Verhaltens zu setzen.


  • Es tendiert dahin, dem Autonomen eine erkennbare Form zu geben, indem es das Anderssein so wie Abhängigkeit, Unabhängigkeit, Interdependenz und Interaktivität behandelt.


  • Es verkleidet sich als wissenschaftliches Fachgebiet am Schnittpunkt der Lebenswissenschaften, der kognitiven Wissenschaften, der künstlichen Intelligenz, der systematischen Modelltheorie, der Bio-Informatik.


  • Seine Artefakte gehen bei weitem über den einfachen Rahmen der biologischen und der technologischen Wissenschaften hinaus. Sie verleihen dem künstlichen Leben eine Überdimensionierung.


  • Die schwindelerregenden Projektambitionen, die fundamentale Komplexität ihres Untersuchungsobjekts, die fluktuierende Verschiedenheit der Begriffe und die Plastizität der verwendeten Methoden führen zu einem viel weiteren Untersuchungsfeld.


  • Sie sind das Produkt vielschichtiger, in die Domänen des Wissens und des menschlichen Ausdrucks eingeschriebener wissenstheoretischer Ebenen, die künstlerische Herstellungspraktiken, ästhetische, ethische und soziale Aspekte umfassen.


  • Mehr noch, sie sind die bis heute relevanteste Hervorbringung des Projekts der Repräsentation und des Verstehens des Lebens, das die westliche Kultur, quer durch alle Disziplinen, seit grauer Vorzeit quält.


  • Die Rückkehr zu jedweder "Machinationsmaschinerie" des künstlichen Lebens läuft Gefahr, es auf ein triviales Instrument der Simulation zu reduzieren.


  • Die von Chris Langton selbst hervorgehobene Forschungsdimension, – er spricht vom Übergang von einem Leben "wie es ist, zu einem Leben, wie es sein könnte" –, wäre bewußt ausgeschlossen.


  • Ein wissenschaftstheoretischer Fehler auf dem ontogenetischen Gebiet des künstlichen Lebens wäre schwerwiegend.
Das künstliche Leben entwickelt sich bis an die äußerste Grenze des symbolischen Evolutionsgedankens und kann nur eine vorausschauende Fortsetzung sein.

Diese Position kann nicht auf eine simple Verifikationsmethode der theoretischen Biologie vom Ursprung des Lebens oder der Evolution reduziert werden.
STRATAGEM 1
Zoosystemisches
  • Das künstliche Leben ist eine Machination, die sehr verschiedene Zoosysteme und Zoosystemiker hervorbringt.


  • Die perniziöse Neigung der Zoosysteme dient der raschen Vermehrung, dem Überhandnehmen, der Kolonisation.


  • Das künstliche Leben aus zwischenliegenden Zoosystemen nistet sich lebhaft in eine gegebene natürliche Umwelt ein und errichtet inmitten der Biomasse techno-ökologische Nischen, technopräbiotische Suppen und Scharen von Robotern, die über techno-zoosemiotische Signale kommunizieren.


  • Dieses Phänomen ist ein HYPOZOOLOGISCHES Auftauchen, welches in Form von Zellulärautomaten, genetischen Algorithmen, L-Systemen, Modellbildungen, kollektiver Intelligenz, Robotern, die mit einem unbeständigen oder feindseligen Milieu interagieren, von der Unterseite einer objektiven Zoologie her zum Vorschein kommt, um sich seiner zu bemächtigen und über multiple Bildschirme zu verfolgen, wie es zur Schimäre wird.


  • Eine Population dringt in die Geistes- und Verhaltenswelt allmählich ein, kolonisiert sie und behauptet ohne Gewissensbisse ihre Präsenz und Besonderheit quer über alle Arten von Kanälen und Netzwerksformen.


  • Das Zoosystem ist Symptom einer neuen kleinen Heldentat des ANIMALEURS, was eine zweite darwinistische Revolution erahnen läßt.
STRATAGEM 2
Modellierende Eingriffe
  • Das künstliche Leben ist, wie jede Machination, Resultat von Manipulationen. Die modellierenden Eingriffe sind deshalb die Operatoren.


  • Unter modellierenden Eingriffen des Lebendigen sind alle menschlichen Aktivitäten zu verstehen, die dazu beigetragen haben und beitragen, in verschiedener Form Substitute des Lebendigen zu produzieren.


  • Von den rudimentärsten Techniken zu den fortgeschrittensten Technologien, von rein instinktiven Handlungen zu genauest ausgearbeiteten und formalisierten Konstruktionen, ist diese als Massenproduktion zu qualifizierende Produktion, von konventionellen Klassifikationen unbelastet und hinterläßt dem künstlichen Leben ein besonders reiches und innovatives Erbe.


  • Diese Hinterlassenschaft beinhaltet auch eine Überfülle an innovativer Energie, – um so erregender, als jedes Mal an Stelle des Lebendigen nur die merkwürdige Amputation einer äußeren Hülle, d.h. der Artefakte, Modelle, der Simulation oder des Kunstwerks übrig bleibt.


  • Vier modellierende Eingriffe des Lebendigen können als grundlegende Operatoren der Machination betrachtet werden:
    das Verflachen des Lebendigen
    das Zunehmen des Lebendigen
    das Bewegen des Lebendigen
    das Transformieren des Lebendigen


  • In Form von Beispielen berücksichtigt werden hier nur die beiden letzteren Gesten, einerseits basierend auf dem Bewegen des Lebendigen, bei dem die Autonomie der Verhaltensweisen, des Lernens, der Anpassung der sensomotorischen Handlungen und der interaktiven Kognitivsysteme ins Auge gefaßt wird und andererseits das Transformieren der Modelle des Lebendigen durch verschiedene Eingriffe in Stoffwechselprozesse oder in Anpassungsphasen der Evolution.
Wie, wenn nun diese gestalterische Aktivität, die der Mensch bis zum heutigen Tage aufgewendet hat, um das Lebendige zu begreifen, zu beherrschen und nachzuahmen, nur die Vorarbeit für eine unaufhaltsame Entwicklung wäre, die ein viel weitreichenderes und endgültigeres Vorhaben ins Auge faßt, nämlich: "Das Lebendige erschaffen"?
  • Wenn der Zugang zum genetischen Erbe und die Entwicklung eines technologischen Lebewesens allmählich gewisse ethische und herstellungsbedingte Schranken zu Fall bringen würde, so würde der gewaltige Effekt eines solchen Vorhabens die Gefahr mit sich bringen, daß einige Grundpfeiler unserer Zivilisation auf den Rang vergänglicher archäologischer Ablagerungen verwiesen würden.


  • Der Fall der Darstellung des Lebendigen durch die Skulptur, die in allen Gesellschaftsformen als eine Konstante angesehen wird, erhellt die Zusammenhänge sehr gut.


  • Was wird zum Beispiel aus dem Tun des Bildhauers, der vom Lebendigen träumt, indem er eine reglose Materie behaut, poliert, meißelt und formt?


  • Überläßt er das Feld nicht einer anderen Aktivität, die veredelt, aussondert, gerinnen läßt, klont und Schimären erzeugt?
Tritt er nicht zurück hinter eine andere Form des Eingreifens, eine die simuliert, programmiert und Roboter konstruiert, eine Aktivität, die techno-morphologische Programme erarbeitet und diese in den evolutiven Prozeß einer "lebenden Skulptur" einprägt?
  • Sind die "wahren Bildhauer" in diesem Fall nicht die Kloner, die Bioinformatiker, die Roboterkonstrukteure, diejenigen, die letztlich ein Projekt realisieren, welches jahrhundertelang über die Pfade der Kunst, der Wissenschaft und der Technologie geführt hat?
STRATAGEM 3
Vom Künstlerischen
  • Die Machination des künstlichen Lebens beeinflußt die künstlerische Praktiken wie ein mutagenes Medium. Die gegenwärtigen Produktionen des künstlichen Lebens agieren als Operatoren einer gerade stattfindenden ästhetischen Mutation und gleichzeitig enthüllen sie deren Evolutionsphasen.


  • Spielt das künstliche Leben, als Bindeglied zwischen Aspekten künstlerischer Experimente und wissenschaftlichen Ansichten, für den Menschen eine metaphorische Rolle im Hinblick auf die sensorielle, fabrikatorische, mentale, verhaltensrelevante und innovative Anpassung? Spielt es auf hinlänglich perfide Weise die Rolle einer intelligenten und animalisierten Sonde, die an den Grenzen der Lebensfähigkeit der menschlichen Spezies installiert ist?


  • Kann man folgern, daß es den numerischen Machinationen des künstlichen Lebens über künstlerische Vermittlungsaktivitäten gelingt, ein neues Trojanisches Pferd zu errichten, nämlich durch die Schaffung von virtuellen animalisierten Welten, von Raummodellierungen und intelligenten Objekten, von – über interaktive Vermittlungsräume – sinnlich wahrnehmbaren und kognitiven Erfahrungen?


  • Gewiß, wenn man die Kunst bei der Konstruktion der Darstellungen oder der Interpretation des Gegebenen als gewundenen Erkenntnisweg betrachtet.


  • Wenn man das künstlerische Unternehmen als schräge Konstruktion eines Projekts betrachtet, welches rund um das Warum und das Wie der Konstruktion der symbolischen Darstellungen errichtet ist, auf denen sich wiederum die Artefakte erheben.


  • Gewiß, wenn man die Kunst als innovatives Anpassungsinstrument betrachtet, als eine Methode, die vom Menschen entwickelt wurde, um seine physische und imaginäre Lebensfähigkeit durch Erforschung der selbst geschaffenen künstlichen Umwelt zu erhalten.


  • Sicher, wenn man die künstlerischen Aktivitäten als Forschungs- und des Experimentierfelder der Wahrnehmung, der Emotionen, des Gedächtnisses, der Begriffsbildung, der Zeit, des Raumes, der Bewegung, der Flugbahnen und der Beziehung Mensch/Tier/Maschine … betrachtet.


  • Sicher, wenn diese Aktivitäten geeignet sind, die fiktionalen, sich berührenden Universen zu vervielfachen und sich den abweichenden Gebieten zuzuwenden, wie dies bei der spezifischen Nutzung der Technologien durch Synthesebilder, durch die Erforschung virtueller Realitäten und die Realisierung weitreichender Austauschnetze der Fall ist.


  • Sicher, wenn man bedenkt, daß das künstliche Leben einer jener privilegierten Orte ist, an dem sich die Transformation der Repräsentationssysteme vollzieht.


  • Der Wechsel des Korrespondenzmodells, welches darin besteht, zwischen dem Gegenstand und dem Phänomen ein Modell anzubringen, schafft Platz für eine systemische Modellierung , in der der integrierte Gegenstand zu einem perversen Element des Systems wird.
STRATAGEM 4
Autonomie und Ästhetik des Gestärkten
  • Die vom künstlichen Leben angezettelten Machinationen tragen, indem sie die bedeutsamen Hervorbringungen des künstlichen Systems in programmatischem Auftrag hervorheben, viel zur Ausarbeitung einer Ästhetik der AUTONOMIE bei.


  • Diese Ästhetik ist Ausdrucksform der Interaktionen der verschiedenen Bestandteile der Apparatur, der Behandlungen und der dort sich vollziehenden Verhaltensformen, der dort sich in Umlauf befindlichen Informationen, der Lern-, der Anpassungsvorgänge und der dort erfolgenden Milieuinteraktionen.


  • Das ist eine Ästhetik, deren Symptome sukzessive Zustände sind, – zu veranschaulichen durch bewußte Verhaltensweisen, Spuren, Flugbahnen, morphogenetische Transformationen.


  • Das ist eine Ästhetik, die von der Fähigkeit eines Systems zeugt, neue, in der Umwelt nicht erkennbare Informationen auszudrücken.


  • Das ist eine semaphorische Ästhetik, die die Determinanten des Lebendigen für das Lebendige affichiert.


  • Die sich verpflichtet fühlt, über eine numerische Sprache einen trickreichen Dialog des Lebendigen mit dem gestalteten Lebendigen zu entwickeln, um die afficherten Zeichen zu beglaubigen und in einer der zum Künstlichen hin erweiterten Kategorien des Lebendigen zu klassifizieren.
JEDES LEBEWESEN MUSS SEIN LEBENDIGES STÄRKEN, UM ES IN JEDER GESTALTUNGSFORM DER KÜNSTLICHEN ORGANISMEN WIEDERZUERKENNEN. ES VERKÜNSTLICHT SICH EBENFALLS GERADE DADURCH.
  • Diese Verkünstlichung ist ein symptomatisches Element der Ästhetik des Stärkens. Denn in dieser Interaktivität entstehen keine instrumentalisierten Antworten, sondern fantasmatische Perspektiven, die eine latente Virtualität der Entstehung von Schimären nahelegen.


  • Eine der Machinationen der Ästhetik des Stärkens wohnt in der Art, in der sich die Handlung der Trugbildentstehung herleitet, inne.


  • Sie geht von einer "die Netzhaut betreffenden und künstlerischen" Anpassung zu einer funktionellen Integration. Was nur imaginäre Assemblage war, gewagt oder dekorativ, technische Konstruktion und industriell verbolzt, wird eine techno-organische Verbindung, eine "Hypoverknüpfung", die ein Kontinuum von der Unterseite der Assemblage her ausdrückt, ein Informationskreislauf, der das Heterogene strukturiert, der die Koppelung des kognitiven Verhaltens erfindet.


  • Im Gegensatz zu den künstlichen "Prothesen" stehen die "Endothesen", die sich zur "Epithese" erheben.


  • Der Monteur verfährt nicht mehr mechanistisch, von der Außenseite des Phänomens her. Er führt eine Machination zwischen zwei Antagonismen in das Verfahren ein, um einen Protagonismus hervorzurufen.


  • Auf diese Weise gelangt man intellektuell nachvollziehbar von einem Imaginären der additiven Collage, von einer Assemblage, zu einem prozeduralen Imaginären der morphogenetischen, programmatischen und numerischen Synthese.
STRATAGEM 5
Autonomie und Amputat
  • Die automatische Machination des künstlichen Lebens bringt – vermittelt über einen programmatischen Auftrag – eine andere Form der Ästhetik hervor, jene der Autotomie oder der Amputation.


  • Sie entsteht rund um eine zentrale Frage.


  • Ein biologischer Speicher wird durch einen kulturellen Speicher technologisch abgefragt.


  • Eine lebende Spezies würde sich mittels künstlicher Modellierung die Instrumente verschaffen und die Grenzen ihrer Lebensfähigkeit prüfen, indem sie zum AMPUTAT wird, welches absichtlich und strategisch gewissen physischen oder mentalen Eigentümern entsagt.


  • Wäre nicht denkbar, daß dieses angezettelte Imaginäre, verankert in der tiefsten Tiefe eines fundamentalen Schwindelgefühls in bezug auf das Leben, welches die Zeit, die biologischen und Verhaltensprozesse, das Auftauchen des Gedankenflickwerks in Frage stellt –, ein verlockender Moment wäre für ein Projekt der Heimatlosigkeit, eine Strategie des Exodus, eine Ästhetik des Wiederflottmachens, die – über die Minimalprinzipien der physischen, mentalen und kollektiven Lebensfähigkeit eine schwindelerregende Amputation für die fabulierte Erforschung des von ihm errichteten Milieus nahelegt.


  • Ist es nicht abschätzbar, daß diese Angst vor der Abwesenheit oder dem definitiven Rückzug des Menschen über den Weg der Autonomie und der Autotomie, Anstoß für eine grandiose Schlußveranstaltung wäre: Eine Szenografie des künstlichen Lebens ohne Zuschauer und Bedienungsleute.


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L. Bec, Eléments d'Hypozoologie, Revue VirMelle, Centre G. Pompidou mars 93
En cours d'edition 93:

L. Bec, «Esthétique du renfloué», Suhrkamp editeur Francfort. (F. Rötzer)

L. Bec, «Céphalopode et Technobiome», Revue Autrement Paris.

L. Bec, «Art/Cognition», Texte d'introduction au catalogue de la manifestation clAIX en Provence, Images en Manoeuvre Marseille.

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