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Futurelab
SAP Berlin
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Interaktive Kunst am Bau
Transparenz der Architektur, Öffentlicher Raum und interaktive Medienkunst verschmelzen zu einem besonderen Erlebnis und regen Passanten zur Auseinandersetzung mit dem Gebäude an. Das Ars Electronica Futurelab Linz gestaltete künstlerisch die neue SAP Geschäftsstelle Berlin.

Linz/Berlin (27.2.2003). Offene und moderne Kunst am Bau findet sich ab heute in der Rosenthaler Straße in Berlin Mitte – einem lebendigen Zentrum Berlins. Die neue SAP Geschäftsstelle Berlin wird in Zukunft nach Einbruch der Dunkelheit Berliner und deren Besucher mit einem fantasievollen Spiel aus Farben und Formen erfreuen. Die Gestaltung des neu errichteten Gebäudes geht aber über eine bloße Beleuchtung weit hinaus. Bits und Bytes ermöglichen es Passanten, mit dem Gebäude in Kontakt zu treten und die mit der Architektur der Geschäftsstelle organisch verbunden Medienkunst-Installationen aktiv zu beeinflussen.

„Digitales Aquarium“

Als besonders beeindruckend erweist sich die Animation der modernen Alu- und Glasfassade bei Nacht. Diese verwandelt sich unter dem Einfluss von Passanten in eine formenreiche Welt der Computergrafiken, die in ihrer Vielfalt und Dynamik an den Artenreichtum der Ozeane erinnert. Ermöglicht wird dies durch eine von den Medienkünstlern Golan Levin und Zachary Lieberman entwickelte Software – „The Hidden World of Noise and Voice“: Über an der Außenseite der Geschäftsstelle montierte Mikrofone werden Geräusche – etwa die Stimme eines Passanten – aufgenommen. Für jedes Geräusch, das von den Mikrofonen erfasst wird, erzeugt der Computer animierte 3D-Grafiken, die in Form, Farbe und Bewegung der Tonlage, Klangfarbe und Intensität des Lautes entsprechen. Ein Fingerschnippen wird zu einer kleinen graphischen Explosion und ein tiefer Ton zu einem dicken „Blop“. Diese Computergrafiken stehen jedoch nicht einfach für sich, sondern entwickeln, einmal geschaffen, ein dynamisches Eigenleben – sie agieren wie Lebewesen. Die mit „artificial life Algorithmen“ programmierten „creatures“ reagieren aufeinander, verhalten sich ähnlich wie ein Fischschwarm und formen ein buntes und eindrucksvolles Erlebnis. Das Gebäude wird zu einer Art riesigem „Digitalem Aquarium.

Gebäude und Mensch im Einklang

Neben diesen großen Animationen laden weitere Installationen zur Interaktion ein. So befindet sich ebenfalls an der Außenseite des Gebäudes gleich neben dem Haupteingang ein Sensor, der durch Handauflegen einer Person aktiviert wird und deren Herzschlagfrequenz misst. Für kurze Zeit werden alle Projektionen genau im Takt des Herzens des jeweiligen Passanten zum Pulsieren gebracht. Das gesamte komplexe technische System und das große und dominante Gebäude gehorchen so für kurze Zeit einem einzelnen Menschen – die gesamte Geschäftsstelle pulsiert in seiner Herzfrequenz.

Gelungene Integration von Medienkunst, Architektur und Werbung

Das Projekt Geschäftsstelle Berlin eröffnet in mehrfacher Hinsicht neue Dimensionen von „Kunst am Bau.“ Mit der Medieninstallation gelingt es einen einen Dialog zwischen dem Gebäude, seiner Umgebung und den Passanten herzustellen und so dem Gebäude eine aktive Rolle in der Nachbarschaft zu geben.
Darüber hinaus steht das Projekt als gelungener Versuch, Kunst und Werbung im öffentlichen Raum gemeinsam zu positionieren, ohne die Kunst nur zum „aufbessern“ der Werbung zu verwenden: Die Abendstunden (für Projektionen besonders attraktiv) sind ausschließlich der Kunst gewidmet, wodurch eine klare Trennung zu den Firmen-Infos (tagsüber) gegeben ist.

Diese Medieninstallation wird in Zukunft auch als „Galerie“ für Medienkunst zum Einsatz kommen und vor allem auch der Berliner Kunstszene zur Verfügung gestellt.



Seit 2002 besteht die Kooperation zwischen der SAP und Ars Electronica in Linz/Österreich. Diese Partnerschaft versteht sich als ein Prototyp für neue Kooperationsmodelle zwischen Kunst, Wirtschaft, Technologie und Gesellschaft. Die Zusammenarbeit erstreckt sich von Medienkunst-Präsentationen auf Veranstaltungen von SAP über neuartige Visualisierungen von Informationen bis hin zu gemeinsamen Forschungsprojekten und innovativen gesellschaftlichen Initiativen.


Rückfragehinweis:

Mag. Wolfgang A. Bednarzek
Pressesprecher Ars Electronica

AEC Ars Electronica Center Linz
Museumsgesellschaft mbH
Hauptstraße 2, A - 4040 Linz, Austria

Tel +43.732.7272-38
Mobil +43.664.81 26 156
Fax +43.732.7272-638
wolfgang.bednarzek@aec.at

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