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Prix1995
Prix 1987 - 2007

 
 
Veranstalter:
ORF Oberösterreich
 


ANERKENNUNG
gdod kreasi baru
Ron Averill


Ron Averill (USA), Graduate Assistant im Computerzentrum an der School of Music (SMCC) ist. Seinen Magisterabschluß für Komposition erhielt er von der Western Washington University, wo er unter Edwin LaBounty studierte. Derzeit studiert er Komposition unter Richard Karpen. Unter seinen letzten Auszeichnungen war eine Anerkennung beim Festival in Bourges für „painting legs on the snake".

Im Herbst 1990 komponierte ich GDOD für vier Posaunen und Klavier. Das Werk war der Ausgangspunkt einer bedeutenden Veränderung in meinem Kompositionsstil. Gesten ersetzten allmählich Melodien und Harmonien, Parameter wie Dichte, Geschwindigkeit, Lautstärke wurden zu strukturellen Bausteinen. Auf GDOD folgten zwei Werke für Kammerorchester und noch eins für Tonband, wodurch diese Evolution des Stils fortgesetzt wurde. „Kreasi baru", eine Bezeichnung für neue Gamelanwerke in Java, heißt „neue Schöpfung", und „gdod kreasi baru" ist der Höhepunkt des Prozesses, der mit GDOD begann. In „gdod kreasi baru" wird ein ganzes Spektrum an musikalischen Quellen, von Gamelan bis zur westlichen Kunstmusik des 20. Jahrhunderts, einbezogen. Die Klänge wurden unter Anwendung der von Richard Karpen entwickelten sndwarp-Software gesampelt und bearbeitet, wodurch es möglich wurde, Tonhöhen und Timing unabhängig voneinander zu verändern. Ein Ton oder eine Passage, z. B. kann beliebig verlangsamt werden, ohne daß die Tonhöhe betroffen wäre. Dies geschieht, indem man Fenster von gesampeltem Klang nimmt und sie so übereinanderstellt, daß der Klang in der Zeit gedehnt wird, während die ursprüngliche Tonhöhe erhalten bleibt. Der Prozeß der Verschiebung der Tonhöhe hat keine Auswirkungen auf die Dauer des Klanges.