Carmine

Ben G. Fodor (HU/AT)

In einem dunklen Ausstellungsraum werden – aus einem schwarzen Kubus mit spezieller Glasoptik – Linien und Punkte karminroten Laserlichts an die Wände projiziert. Einige der Punkte oszillieren und wandern dank einem hängenden Chromstahlblech, das durch die von den Besuchern erzeugte Luftbewegung in Drehung gerät, auf unvorhersehbare Weise. Der Bukarester Elektronikmusiker Sillyconductor hat die begleitende Soundinstallation kreiert.

Carmine/Ben G. Fodor (HU/AT), Credit: Ben G. Fodor

Weiters zeigt Fodor Bilder, die im Atelier mit den bei der Installation verwendeten Lasertools „gemalt“ wurden. Die Spuren bewegten Lichts wurden fotografisch durch Langzeitbelichtung festgehalten. Mit dieser virtuos eingesetzten Technik hat Fodor immaterielle Architekturen aus Linien und Flächen kreiert, die eine Räumlichkeit unbestimmter Dimension eröffnen. Der Zyklus reiht sich in Fodors künstlerische Untersuchung von Utopien (und Dystopien) ein. Seine Arbeiten der letzten Jahre kreisen um die gesellschaftspolitische Frage nach neuen „utopischen“ Horizonten – einer Neuerfindung utopischen Denkens.

Credits:

Sillyconductor, Marcello Farabegoli Projects & ARCC