ORIGIN SYMPOSIUM III

Humberto Maturana (CL), Rolf Heuer (DE/CH), Joichi Ito (JP/US), Roger Malina (FR), Ariana Koek (UK/CH), Ursula Damm (DE)

10:00–10:10 Begrüßung
10:10–11:10 Humberto Maturana (CL): ORIGIN – How It All Begins
11:10–11:25 Discussion
11:25–11:45 Break
11:45–12:15 Rolf-Dieter Heuer (DE/CH), Joichi Ito (JP/US): Managing Science and Innovation
12:15–12:45 Roger Malina (FR): Transgressing Frontiers in Art-Science Collaborations
12:45–13:05 Ariane Koek (UK/CH): Art @ CERN
13:05–13:30 Ursula Damm (DE): I Am A Wild Type

Moderiert von Derrick de Kerckhove (CA)

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Der zweite Tag des ORIGIN Symposiums beginnt mit Humberto Maturana (CL), dem Begründer der Autopoeisis, der aber auch an den Konzepten des radikalen Konstruktivismus mitgewirkt hat. Er behandelt die Frage nach den Voraussetzungen und Bedingungen für das Entstehen von Neuem als Neurobiologe und Philosoph. Wie mensch die notwendige Umgebung für Wissenschaft und Innovation schaffen und managen kann, werden Rolf Heuer (DE/CH), Generaldirektor von CERN und Joi Ito (JP/US), der neue Direktor des MIT-Medialab, in einer Gesprächsrunde erörtern. Über das Verbindende und Trennende zwischen Kunst und Wissenschaft werden Roger Malina, die Künstlerin Ursula Damm (DE) und Ariane Koek (UK/CH) sprechen. Roger Malina (FR) zählt zu den Pionieren der Zusammenarbeit von Kunst und Wissenschaft. Ursula Damm ist als Künstlerin weit in die Arbeitsbereiche der Wissenschaft eingedrungen und hat dabei stets die künstlerische Position vertreten; Ariane Koek hat ein neues großes Artist-in- Residence-Programm am CERN initiert.

Auch am Samstag steht für weiterführende Gespräche mit den SymposiumsteilnehmerInnen ein gemeinsamer Mittagstisch zur Verfügung.

Humberto Maturana (CL) ist Biologe und Philosoph. Er wird der zweiten Generation der KybernetikerInnen zugerechnet und ist vor allem für seine Theorie der Autopoiesis über das Wesen reflexiver Rückkoppelungskontrollen in lebenden Systemen bekannt.
Joichi Ito (JP/US) ist der neu bestellte Leiter des MIT Media Lab. Ito, eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der digitalen Welt, ist u. a General Manager von Neoteny Labs, Vorstand von Creative Commons und Mitgründer von Digital Garage.
Rolf-Dieter Heuer (DE/CH) ist seit 2009 Generaldirektor des CERN. Heuer ist Physiker und lehrte bzw. forschte vor seiner Tätigkeit im CERN u. a. an der Universität Hamburg. Von 2004 bis einschließlich 2008 war er Forschungsdirektor für Hochenergiephysik des Deutschen Elektronen Synchrotrons DESY.
Roger Malina (US/FR) ist Astrophysiker am Laboratoire d’Astrophysique de Marseille CNRS, wo er sich der Erforschung von Dunkler Materie und Dunkler Energie widmet. Davor arbeitete er als Direktor des Center for EUV Astrophysics an der University of California in Berkeley. Er ist Herausgeber von Leonardo Publications bei MIT Press.
Ariane Koek (UK/CH) war über 20 Jahre als vielfach ausgezeichnete Produzentin für BBC TV und BBC Radio sowie als Leiterin der Arvon Foundation for Creative Writing tätig. Seit 2010 ist sie am CERN für das International Arts Development-Programm des Zentrums verantwortlich.
Ursula Damm (DE) wurde zunächst mit interaktiven Installationen zu geometrischen Strukturen des Raumes bekannt. Seit 2008 lehrt sie im Bereich Gestaltung medialer Umgebungen an der Bauhaus-Universität Weimar. Das Verhältnis von Natur und Zivilisation ist ihr Schwerpunktthema.

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