Fünf Tage Medienkunst im Überblick

Donnerstag, 8. September 2016

Der erste Tag des Festivals. Auf dem Programm steht eine ganze Reihe von Ausstellungseröffnungen: Zu den wichtigsten zählen die CyberArts im OK im OÖ Kulturquartier bei der die besten Arbeiten des Prix Ars Electronica 2016 gezeigt werden, die Themenausstellung Alchemists of our Time in der POSTCITY und die Ausstellung RADICAL ATOMS im Ars Electronica Center. Das Ausstellungsformat „Campus“, das sich traditionell einer internationalen Kunstuniversität widmet, wird heuer von der renommierten Tsinghua University aus Peking bespielt, ihres Zeichens Mitglied der exklusiven C9-Liga der besten Universitäten Chinas. Diesen Eröffnungstag rundet schließlich das Festival-Opening in der POSTCITY mit jeder Menge an Musik, Performances und Visuals ab (Start um 21:00 Uhr).

 
 
 
 
 

Freitag, 9. September 2016

Der Freitag steht ganz im Zeichen des Themensymposiums. Renommierte KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen aus aller Welt widmen sich in ihren Vorträgen und Diskussionen dem Thema der diesjährigen Ars Electronica. Hiroshi Ishii und sein Team beschäftigen sich am Vormittag mit den „Radical Atoms – from Vision to Practice“. Am Nachmittag treten Joe Davis, Siegfried Zielinski, Verena Kuni, Fumio Nanjo und Jim Gimzewski auf und fragen nach den „The Alchemists of our Time“. Ebenfalls am Freitag findet die u19-Ceremony statt, bei der die diesjährigen GewinnerInnen der Kinder- und Jugendkategorie des Prix Ars Electronica ihre Preise überreicht bekommen und über ihre Projekte sprechen. Auch der Abend steht ganz im Zeichen des Prix Ars Electronica: Im Rahmen der Prix Ars Electronica Gala im Brucknerhaus bekommen die GewinnerInnen ihre Goldenen Nicas verliehen. Musikfans und NachtschwärmerInnen kommen schließlich bei der Nightline in der POSTCITY auf ihre Kosten.

 
 
 
 

Samstag, 10. September 2016

Am Samstag startet das Festival mit der HelferInnenkonferenz in der POSTCITY, in deren Mittelpunkt freiwilliges Engagement bzw. Initiativen für geflüchtete Menschen stehen. Parallel dazu findet – zwei Hallen weiter und ebenfalls ganztägig – der Bio-Bauernmarkt statt. Bauern und BäuerInnen aus ganz Oberösterreich bieten hier ihre nachhaltig und biologisch produzierten Lebensmittel zum Verkauf an. Am Nachmittag tagt der Future Innovators Summit in der POSTCITY und lotet neue Strategien für Brainstorming und kreative Prototypenentwicklung aus. KünstlerInnen, DesignerInnen, WissenschaftlerInnen, TechnikerInnen, UnternehmerInnen und SozialaktivistInnenarbeiten tüfteln dabei gemeinsam an spezifischen Fragestellungen – und möglichen Antworten darauf. Bei den Prix-Foren im OK im OÖ Kulturquartier treten die GewinnerInnen des diesjährigen Prix Ars Electronica auf. Hier präsentieren Christoph Wachter und Mathias Jud ihr Projekt „Can you hear me?“,  Stacco Troncoso die P2P Foundation und Paul Feigelfeld das „Refugee Phrasebook“. Besondere Spannung verspricht der Auftritt von Jasia Reichardt, der diesjährigen „Visionary Pioneer of Media Art“. Die profilierte Kunstkritikerin und Ausstellungsmacherin sorgte 1968 mit der bahnbrechenden Ausstellung „Cybernetic Serendipity“ für Aufsehen. Am Abend werden dann 100.000 Menschen in den Donaupark strömen und sich zwischen LENTOS Kunstmuseum und Brucknerhaus versammeln. In Form der Visualisierten Klangwolke bekommen sie eine einmalige Show präsentiert, die sich anlässlich des 50-Jahre-Jubiläums der Linzer Kepler Uni dem Motto „Fluss des Wissens“ verschreibt. Unmittelbar bevor aber die Klangwolke beginnt, steht mit DRONE 100 der spektakuläre Auftritt des weltgrößten Drohnenschwarms auf dem Programm. Seit Ende 2015 sind Intel™ und das Ars Electronica Futurelab ganz offizielle Weltrekordhalter in der Kategorie „Most Unmanned Aerial Vehicles (UAVs) airborne simultaneously“. Vor Publikum flog der aus 100 Drohnen bestehende Schwarm bislang nur in Sydney, nun folgt der bislang zweite öffentliche Auftritt – in Linz, Österreich.

 
 
 
 
 

Sonntag, 11. September 2016

Am Sonntag geht es los mit der „Mini Maker Faire Linz“ in der POSTCTY. Experimentierfreudige MakerInnen stellen ihre Do-it-yourself-Projekte vor – wie auf jeder Maker Faire wird hier „Anfassen und Ausprobieren“ ganz groß geschrieben. Ergänzt wird das Angebot um spannende Vorträge und Workshops, zu Themen wie 3D-Druck, Arduino, Raspberry Pi & Co., Crafting/Handarbeit, Elektronik, Food, Handwerk, Hardware, Hacking, Internet of Things, Musik, Quadrocopter, Roboter, Steampunk, Wearables, Wissenschaft & Forschung. Am Abend geht dann das musikalische Highlight des Festivals über die Bühne: die Große Konzertnacht. 2002 von Dennis Russell Davies, Chefdirigent des Linzer Bruckner Orchesters, initiiert, treffen hier klassische und elektronische Musik auf computergenerierte Visualisierungen. Eindrucksvoller Schauplatz für dieses einzigartige Konzert ist heuer die riesige Gleishalle in der POSTCITY. Neben Dennis Russel Davies sind diesmal FM Einheit, Arotin & Serghei, AGF sowie Sam Auinger und Hannes Strobl mit dabei.

 
 

Montag, 12. September 2016

Der letzte Tag des Festivals steht traditionell im Zeichen des Music Monday. Eine Vielzahl von Vorträgen und Präsentationen, Performances, Workshops und Konzerte gibt Einblick in Soundprojekte und -installationen, die im Laufe des Festivals vorgestellt wurden. Heuer findet der Music Monday erstmals in der neu erbauten Anton Bruckner Privatuniversität statt, zentraler Schauplatz ist dabei das Sonic Lab. Der diesjährige Music Monday wird vom Grazer Medienkünstler und Musikwissenschaftler Werner Jauk kuratiert.